„Mehr Gerechtigkeit“

Freiheitliche wollen Kärnten wieder blau einfärben

Kärnten
02.09.2024 11:32

Nach dem Wahlsieg der rechten AfD in Deutschland sehen die Freiheitlichen ordentlichen Rückenwind für die kommende Nationalratswahl in Kärnten. Dabei setzen die Blauen auf typische FP-Themen und auch drei Frauen. Ziel von Angerer und Co. sind mindestens vier Mandate im Nationalrat. 

Die drei Schwerpunkte der Kärntner Freiheitlichen im Nationalratswahlkampf lassen wenig überraschen. Sie setzen in bewährter Manier auf Gerechtigkeit, Sicherheit und Heimat. „Damit wollen wir die Nummer eins in Kärnten werden“, sagt Kärntens FP-Chef Erwin Angerer, bei der Vorstellung der Spitzenkandidaten. Für eine kleine Überraschung sorgen die Blauen dann schon: gleich drei Frauen sind unter den zehn Bezirksspitzenkandidaten zu finden.

Match mit schwarzem Urgestein
Eine von ihnen ist Barbara Plunger, die für die Freiheitlichen in Hermagor den Wahlsieg einfahren soll. „Es wird mit Sicherheit nicht einfach, denn immerhin hat in diesem Bezirk der ÖVPler Gabriel Obernosterer starken Rückenwind“, meint Angerer. Also kein leichtes Rennen für den Politneuling. 

Die Bezirksspitzenkandidaten:

  • Feldkirchen: Gernot Prinz, Hoteldirektor
  • Hermagor: Barbara Plunger, Angestellte
  • Klagenfurt Stadt: Gernot Darmann, Jurist
  • Klagenfurt Land: Dominic Keuschnig, Angestellter
  • Spittal: Tina Berger, Vertragsbedienstete
  • St. Veit an der Glan: Josef Ofner, Politiker
  • Villach Stadt: Katrin Nießner, Büroangestellte
  • Villach Land: Maximilian Linder, Gast- und Landwirt
  • Völkermarkt: Kajetan Glantschnig, Angestellter
  • Wolfsberg: Christian Ragger, Rechtsanwalt

Die Blauen wollen aber nicht nur in Oberkärnten ordentlich an Stimmen zulegen. Da die FPÖ bei der EU-Wahl im Bezirk Völkermarkt nicht die Mehrheit holen konnte, wollen die Freiheitlichen im Nationalratswahlkampf alles daran setzen und die rote Hochburg zu Fall bringen. „Mit dieser Mannschaft ist es möglich.“

Kärntner Anliegen sollen in Wien gehört werden
Aber nicht nur mit den Spitzenkandidaten soll der Wahlsieg in Kärnten gelingen. Im Programm setzen Angerer und sein Team auf altbewährte Themen. „Es muss Schluss mit der Messer-Zuwanderung sein. Außerdem sollen die Fleißigen wieder auf Händen getragen werden“, betont Landesspitzenkandidat Gernot Darmann, der heftige Kritik an der „Systempolitik“ übt. 

Zitat Icon

Karl Nehammer weiß nicht, wo es brennt und bei Andreas Babler ist Hopfen und Malz verloren. Der führt uns nur wieder in Richtung Kommunismus.

Landesspitzenkandidat Gernot Darmann

Würden die Freiheitlichen am 29. September die Wahl für sich entscheiden, dann wolle man „endlich wieder die Kärntner Anliegen auch jenseits der Pack vernünftig vertreten.“

Die Blauen haben nicht nur den Wahlsieg in Visier, sondern auch vier Mandate im Nationalrat. „Wenn es gut läuft, dann könnten wir über die Bundesliste noch einen weiteren Sitz erhalten“, rechnet Angerer vor. Daher starten die Freiheitlichen ab nächsten Dienstag mit ihrer großen Kärnten Tour „Auf an Ratscher“.

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