Psychologisch bestens geschult sind viele Betrüger, die Menschen Angst machen, Hilfsbereitschaft oder Professionalität in einem bestimmten Bereich vorgaukeln und so an viel Geld kommen. Das passierte auch einer 33-jährigen Klagenfurterin.
Am Donnerstag um 11.18 Uhr erhielt eine 33-jährige Frau aus dem Bezirk Klagenfurt, während sie sich bei einer Bekannten in der Landeshauptstadt aufhielt, einen Anruf. Der Anrufer gab sich als Techniker einer Bank aus und behauptete, dass vom Konto der Frau eine Transaktion nach Russland durchgeführt worden sei. Das Geld habe er aber zurückholen können. Er müsse nun jedoch ein Sicherheitsprogramm durchlaufen lassen, weshalb die Frau ein Programm installieren müsse.
Die 33-Jährige glaubte dem Anrufer und stieg in das Kundenportal ihrer Bank, welches seltsamerweise Sicherheitsportal hieß, ein.
Danach führte der unbekannte Täter mehrere Transaktionen von ihrem Sparkonto durch, die Frau bestätigte alle mit der Security-APP – sie vertraute ja dem vermeintlichen Mitarbeiter der Bank.
Noch weitere Transaktionen sollten durchgeführt werden, die hätten jedoch von einer Bankbetreuerin bestätigt werden müssen. Aus diesem Grund rief die Frau bei ihrer Bank an und schilderte den Sachverhalt. Die echte Bankbetreuerin wusste sofort, dass es sich um einen Betrug handelt und konnte zwei Transaktionen zurückholen, die anderen waren jedoch bereits vollendet gewesen, weshalb der 33-Jährigen ein Schaden in der Höhe von mehreren tausend Euro entstand.
Ähnlicher Betrug wenige Tage zuvor
Bereits vorige Woche war es einer 56-Jährigen aus dem Bezirk St. Veit ähnlich ergangen: Ein Unbekannter rief sie an, behauptete, ein Mitarbeiter eines Internet-Bezahldienstes zu sein. Ihr Konto sei gehackt worden. Mit seinen Erklärungen verleitete er die Frau, drei Geldüberweisungen von ihrem Konto an ein ausländisches Konto zu tätigen. Tausende Euro Schaden entstanden der Kärntnerin.
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