Nach einer Krebs-Operation wurde einer Oberösterreicherin eine Brust abgenommen. Nun bekommt 74-Jährige nur einen Büstenhalter im Jahr von der Gesundheitskasse bezahlt. Die SPÖ will jetzt den Zugang zu Heilbehelfen erleichtern und stellt dazu einen Antrag im Landtag.
Groß war das Echo bei den „Krone“-Lesern auf die Geschichte von Theresia Kaun. Der 74-Jährigen aus St. Florian war wegen einer Krebserkrankung eine Brust abgenommen worden. Nach der Operation muss sie einen BH mit einer Prothese tragen. Von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) bekommt sie aber nur einen pro Jahr bezahlt. Viele Leserinnen, denen es genauso ging, meldeten sich – Verständnis für die Knausrigkeit der ÖGK gab es keines.
System intransparent
„Das sind zwar die kleinsten Probleme im Leben krebskranker Frauen, aber trotzdem wäre es schön, wenn man sich damit nicht herumschlagen muss“, schreibt eine Leserin. Nun ist auch die Politik auf das Problem aufmerksam geworden. „Das Gesundheitswesen ist intransparent, ineffizient und – aufgrund der verschiedenen Zuständigkeiten, zwischen denen Menschen immer hin und her geschoben werden – mittlerweile extrem unmenschlich geworden“, sieht SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder dringenden Handlungsbedarf.
Die SPÖ bringt nun einen Initiativantrag im Landtag ein, in dem gefordert wird, dass der Zugang zu Heilbehelfen und Hilfsmitteln wie Prothesen vereinfacht wird. Hintergrund: Auch das Land kann seinen Teil beitragen, die Lage zu verbessern.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.