01.02.2013 10:21 |

Vor Gericht in Texas

US-Staatsanwalt erschossen: Rache von Rassisten?

Vor einem Gerichtsgebäude im US-Bundesstaat Texas ist am Donnerstag ein Staatsanwalt erschossen worden. Der Mann wollte das Haus gerade betreten, als er von mehreren Schüssen tödlich getroffen wurde. Die Polizei vermutet einen rassistischen Hintergrund. Der Staatsanwalt hatte unter anderem gegen die berüchtigte "Arische Bruderschaft" ermittelt.

Staatsanwalt Mark Hasse (Bild 2) wurde Donnerstag früh erschossen, als er von seinem Auto zum Gerichtsgebäude der texanischen Kleinstadt Kaufman ging, wie eine Sprecherin des örtlichen Sheriffs bestätigte. Hasse starb noch am Tatort. Der unbekannte Schütze hatte offenbar einen Komplizen, der in einem Auto auf ihn wartete. Das Duo sei nach der Tat geflüchtet, hieß es aus dem Büro des Sheriffs. Die Untersuchungen führen nun die örtlichen Behörden und das FBI.

Ermittlungen gegen "Arische Bruderschaft" als Todesurteil?
Wie die "Dallas Morning News" berichtete, habe der Staatsanwalt unter anderem gegen die rassistische Gefängnisgang "Aryan Brotherhood" ("Arische Bruderschaft") ermittelt. Die 1967 gegründete Gang, die sich auch "The Brand" nennt, verfügt über ein Netzwerk mit etwa 15.000 Mitgliedern - zumeist Insassen in verschiedensten US-Haftanstalten. Die Bande soll laut FBI für 18 Prozent aller Morde in Gefängnissen verantwortlich sein. Über externe Kontakte - häufig ehemalige Häftlinge - unterhält die "Bruderschaft" ein System von Schmuggel und Drogenhandel.

Als Erkennungszeichen verwenden viele Mitglieder Tätowierungen mit Nazi-Symbolen wie dem Haken- oder Keltenkreuz, dem deutschen Reichsadler oder SS-Runen. Viele "Brüder" haben kahlrasierte Köpfe und Walross-Schnauzer. Aufgenommen werden beinahe ausschließlich europäisch-stämmige weiße Männer. Rassistische Auseinandersetzungen mit schwarzen oder lateinamerikanischen Gangs standen vor allem in den ersten Jahrzehnten nach der Gründung auf der Tagesordnung.

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