"Wie ein Erdbeben"
Mexiko-Stadt: 33 Tote, 121 Verletzte bei Explosion
Die Explosion nahe dem Wolkenkratzer ereignete sich kurz vor 16 Uhr Ortszeit, als viele der rund 3.500 Konzernmitarbeiter gerade ihren Arbeitsplatz verließen. Betroffen waren vor allem die unteren Stockwerke des Gebäudes, wo erheblicher Sachschaden entstand.
"Wir dachten, es war ein Erdbeben"
"Wir dachten zuerst, dass es ein Erdbeben ist", berichtete eine Überlebende. Erdstöße habe sie in ihrer Heimatstadt schon oft erlebt. "Es gab eine dumpfe Explosion. Sie war sehr stark", erzählte die Pemex-Mitarbeiterin. Dann habe sich das Gebäude bewegt.
Den Augenzeugen und Helfern außerhalb des Gebäudes bot sich ein chaotisches Bild: Fassaden sind zerstört, der Boden mit Glasscherben übersät, Mitarbeiter schoben verletzte Kollegen in Bürostühlen die Straße entlang. Die meisten Helfer trugen Helme und Mundschutz, um sich vor herabstürzenden Trümmern und Staub zu schützen.
Überhitzte Klimaanlage als Ursache?
Die Ursache der verheerenden Explosion ist unklar. Aus Konzernkreisen hieß es, dass die Klimaanlage möglicherweise überhitzt habe. Jedenfalls gehe man von einem Unfall aus, hieß es. Ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde erklärte, die Explosion sei offenbar durch eine Gasansammlung in einer elektrischen Anlage des Gebäudes ausgelöst worden.
Pemex ist der viertgrößte Rohölproduzent der Welt und fördert pro Tag rund 2,5 Millionen Barrel. Das Konzernzentrale war bei ihrer Eröffnung in den 1980er-Jahren der höchste Wolkenkratzer Lateinamerikas. Im Vorjahr waren bei einer Explosion in einer Gasförderanlage des Unternehmens nahe der Grenze zu den USA 30 Menschen ums Leben gekommen.
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