Das Salzkammergut hat das erste virtuelle Museum. Jeder kann es am eigenen Computer oder per Handy „betreten“, nämlich über die App „salzzeit.at“. Erlebbar werden 7000 Jahre Salzgeschichte, dabei geht es nicht nur um Handel und Kultur, sondern auch um Macht. Das K-Hof Museum in Gmunden hat viel zur App beigesteuert.
Schon in der Jungsteinzeit – der Lebenszeit der bekannten Gletschermumie Ötzi – war das Salz ein kostbares Gut. Die App, die am Computer oder am Smartphone benützt werden kann, führt die User zurück an diese Ursprünge.
Sie lässt die Entwicklung des Salzabbaus im Salzkammergut, der vor 7000 Jahren begann und bis heute andauert, hautnah miterleben. Visualisiert werden Kulturgeschichte, Ökologie, Transportwesen, Holzwirtschaft und die Besonderheiten der Region.
„Gefüttert“ wurde die App mit Exponaten aus 36 Museen der Region, mit Beispielen aus dem Naturhistorischen Museum Wien mit seiner Außenstelle in Hallstatt, aber auch von den Salinen Austria und anderen. Derzeit kann man 120 Bilder und Fotos abrufen, 107 Objekte in 3D, 42 Filme, Panoramen und Schautafeln. 250 Texte und weiterführende Links vervollständigen das innovative Info-Tool über das Salzkammergut.
Erzherzog und Kaiser
Das K-Hof Museum in Gmunden, eine alten Metropole des Salzhandels, steuerte besonders viel bei: „Die Exponate filmen, fotografieren, scannen, digitalisieren, zog sich über viele Monate hin“, sagt Museums-Chef Johannes Weidinger. „Uns gefällt vor allem, dass die App unsere Schiffe wieder zum Schwimmen bringt und dass man die Kassa der Schiffsleut‘ in 3D betrachten und herumdrehen kann.“ Das Thema „Macht“ wurde mit Kaiserbildern aus Gmunden bespielt.
Lust auf einen Besuch, um Originale zu sehen
Die spannende Web-App „salzzeit.at“, die in Kooperation mit der Kulturhauptstadt entstand, wird laufend erweitert. Die virtuelle Reise, die man von überall her antreten kann, soll natürlich auch Lust machen, die Museen selbst zu besuchen.
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