„Grüne Oase“ statt Betonprojekt: Die SPÖ will in Korneuburg eine Donauinsel. Die ÖVP ist aber dagegen.
Nur wenige Fahrradminuten von der Wiener Donauinsel entfernt, entspinnt sich ein kurioses Politschauspiel. Die Landes-ÖVP tituliert SPÖ-Landesrat Sven Hergovich als „Gegen-eh-alles-Landesrat“ – und ist dann eh gegen den Vorschlag des Sozialdemokraten. „1969 hat die Wiener ÖVP die dortige Donauinsel abgelehnt. Die ÖVP Niederösterreich wiederholt bei der Donauinsel in Korneuburg diesen historischen Irrtum“, konterte SPÖ-Landegeschäftsführer Wolfgang Zwander. Der Hintergrund: Gemeinsam mit SPÖ-Vizebürgermeisterin Bernadette Haider-Wittmann stellte Hergovich die Vision einer „Donauinsel für Niederösterreich“ vor.
Für ÖVP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser gibt es trotzdem keinen Spielraum: „Das Bauprojekt wurde verkleinert. Wenn nicht mit der Signa, sollten wir mit einem neuen Partner das innovative Konzept umsetzten.“ Prinzipiell sei keine rasche Umwidmung, vor der die SPÖ warnt, geplant. „Wir haben Zeit und setzen auf Qualität“, so Fuchs-Moser. Die Verbauung der Werft-Halbinsel bleibt bei ihr Thema. Sie schränkt aber ein: „Für uns kommt das nur in Frage, wenn es auch die neue Autobahnabfahrt geben sollte.“
Gut, dass die SPÖ, die ja gemeinsam mit der ÖVP den Zusammenarbeitsvertrag mit Benko ausverhandelt hat, die geplante Verbauung vor der Gemeinderatswahl anspricht.

Hubert Keyl, FPÖ -Abgeordneter und Gemeinderat
Bild: zVg/FPÖ-NÖ
FPÖ-Sprecher Hubert Keyl „freut“ sich, dass die SPÖ jetzt die Causa im aufziehenden Gemeinderatswahlkampf anspricht. „Wir waren als einzige Partei immer gegen die Benko-Phantastereien.“
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