Wie leben die Österreicher? Was verändert sich in den vier Wänden in Zeiten der Teuerungen? Ewald Marschallinger, Geschäftsführer von Küchenhersteller DAN, über die Folgen der Baukrise, das Umdenken bei den Kunden und den Technikboom zu Hause.
Die Wegscheider Straße in Linz: Hier im Stadtteil Bindermichl-Keferfeld betreibt Küchenhersteller DAN einen Schauraum, der seine Türen aber nur für Fachhändler öffnet.
Auch nach der Übernahme durch den schwedischen Ballingslöv-Konzern ist das so: „Wir laden unsere Partner hierher ein, um mit ihnen über Innovationen, Möglichkeiten und Herausforderungen zu sprechen – da geht’s um Modelle, Beleuchtungen, Farben“, erzählt Geschäftsführer Ewald Marschallinger.
Wir sind im Bereich der Küchen das, was in der Autoindustrie der VW-Konzern ist, der vom Škoda bis zum Audi alles bedient.
Ewald Marschallinger, DAN-Geschäftsführer
Teuerungen, höhere Zinsen, weniger Neubau – wie wirkt sich das aus? „Es gibt jetzt wieder mehr Menschen, die sagen, dass für sie Eigentum nicht mehr in Frage kommt. Die bleiben dauerhaft in einer Mietwohnung und richten sich in der vernünftig ein“, sagt Marschallinger.
DAN bleibt seiner Devise „österreichische Qualität zum besten Preis“ treu, betont er. Synergien in der Gruppe werden klarerweise genutzt: Die Arbeitsplatten kommen von einer dänischen Schwesterfirma.
Was der Kunde braucht? Dass zunehmend Geräte wie ein Thermomix zur Ausstattung gehören, verändert einiges – vor allem in puncto Stauraum. „Manche wollen die Dinge zeigen, andere wollen sie verstecken“, so Marschallinger.
„Der Wind bläst uns genauso ins Gesicht“
Die Kauflust stockt: „Grundsätzlich bläst uns der Wind genauso wie dem gesamten Handel ins Gesicht.“ Man hat sich auf die niedrigere Nachfrage eingestellt, setzt auf flexible Arbeitszeitmodelle.
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