Ursachen ergründen
Im Prinzip bedeutet der Begriff "unmotiviert", dass dir im Augenblick das Motiv, also der Beweggrund für dein Tun fehlt. Du weißt nicht, wofür du dich in Bewegung setzen sollst bzw. wohin die Reise gehen soll. Und diese Situation kann sehr belastend werden. Schon kleine Tätigkeiten erfordern eine immense Selbstüberwindung, du bringst kaum mehr ein Lächeln über die Lippen, und sehr bald beginnen sich körperliche Beschwerden zu zeigen: Man wird häufiger krank, hat Kopfschmerzen, Magenprobleme etc. Eine derartige Situation kann zu einer handfesten Depression oder einem Burn-out führen.
Du solltest deine Situation daher analysieren, um festzustellen, woher dein aktueller Durchhänger kommt: Probleme mit dem Chef, ein unbefriedigendes Aufgabengebiet, Konflikte mit den Kollegen? Oder spielen Probleme aus dem privaten Bereich ins Berufliche hinein?
Positive Seiten entdecken
Konzentriere dich dann darauf, was trotz allem an deinem Job positiv ist. Versuche, fünf Dinge zu finden. Vielleicht hast du nette Kollegen, mit denen du dich gut verstehst. Vielleicht erwartet dich eine interessante Aufgabe. Vielleicht motiviert es dich einfach, dass du in ein paar Stunden wieder Geld verdient hast. Oder du denkst daran, was dir dein Job ermöglicht: Hobbys, Urlaub, ein schönes Auto. Versuche einfach, das Gute an deinem Job zu sehen.
Verbesserungsmöglichkeiten finden
Wenn du das Gute gefunden hast, befasse dich mit dem, was aus deiner Sicht noch nicht optimal läuft, und überlege dir, was Abhilfe schaffen könnte. Ist es dein Aufgabengebiet, kannst du die Chance eines Mitarbeitergesprächs nutzen, um mit deinem Vorgesetzten nach Abhilfemöglichkeiten zu suchen: Mitarbeit an anderen Projekten, Chancen einer Beförderung etc.
Etwas diffiziler ist die Situation, wenn es an deinem Chef liegt, dass du dich nicht wohlfühlst. Hier kannst du nur mit sehr viel Fingerspitzengefühl vorgehen und entweder dein Verhalten so anpassen, dass du mit deinem Chef besser auskommst, dir eine dickere Haut zulegen oder in einem Mitarbeitergespräch vorsichtig ansprechen, was das Verhalten deines Chefs bei dir auslöst. Speziell bei letzterer Variante ist es aber sinnvoll, sich bereits einen Plan B zurechtgelegt zu haben - für den Fall, dass die Situation danach eskaliert.
Die Einstellung zur eigenen Tätigkeit ändern
Man kann einen langweiligen Job mit fader Miene erledigen, man kann aber auch mit Freude und Begeisterung zur Sache gehen. Denn jeder Job ist wichtig. Mach dir klar, warum deine Tätigkeit ihre Berechtigung hat. Wem hilfst du damit? Was wäre die Konsequenz, würdest du diese Arbeit nicht verrichten? Und dann gehe mit Begeisterung ans Werk. Ein Lächeln wirkt Wunder, so verbreitest du positive Stimmung und bist selbst gut gelaunt. Die positive Energie eines Lächelns macht deinen Arbeitstag gleich um einiges erträglicher.
Ein Beispiel: Die Arbeit als Verkäufer bzw. Verkäuferin in einem Supermarkt ist wahrscheinlich nicht unbedingt die angenehmste Tätigkeit, die man sich vorstellen kann - den ganzen Tag auf den Beinen zu sein, um nörgelnde, unfreundliche Kunden zu bedienen. Wenn man jedoch mit Begeisterung bei der Sache ist, seinen Kunden ein nettes Wort schenkt, lächelt und Freude ausstrahlt, wird auch die Kundschaft diese Begeisterung zu schätzen wissen, und man selbst fühlt sich deutlich besser, da man von anderen Menschen positive Rückmeldungen bekommt.
Die Kunst liegt darin, dass du deine Aufgaben richtig inszenieren musst. Tu alles, was du tun musst, aber mit Begeisterung. Versuche einfach herauszufinden, was jemand anderer an deinem Job toll finden oder worum dich jemand beneiden könnte.
Regelmäßige Resümees
Bist du in einem Unternehmen, in dem mit positiven Rückmeldungen nur sparsam umgegangen wird, solltest du zur Selbsthilfe greifen. Nimm dir einmal pro Woche die Zeit, um herauszufinden, was in der vergangenen Woche gut gelaufen ist, worauf du stolz sein kannst. Versuche auch hier wieder, mindestens fünf Punkte zu finden. Und wenn du nur vier findest, dann ist der fünfte, dass du auf vier Dinge gekommen bist. So vergisst du nicht auf deine Erfolge und baust dich selbst auf.
Sollte dir dein Job das Leben dennoch schwer machen, solltest du über eine berufliche Veränderung nachdenken. Denn immer nur zu jammern oder sich zu ärgern, beeinträchtigt auf längere Sicht deine Lebensqualität und deine Gesundheit, bringt dich aber keinen Schritt weiter. Versuche, das Beste aus deinem gegenwärtigen Job herauszuholen, oder orientiere dich neu. Alles andere wäre eine Verschwendung deiner Zeit und deiner Fähigkeiten.
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