Die oberste Finanzbehörde der Inseln, die Cayman Islands Monetary Authority (CIMA), hat laut "Financial Times" Vorschläge an Hedgefonds ausgesandt, in denen die Pläne für eine öffentliche Datenbank geschildert werden. Mitte März soll der Beratungsprozess mit den Unternehmen abgeschlossen sein.
Beliebtes Ziel für Steuerflüchtlinge
Als Grund nennt die CIMA laut Bericht, dass zahlreiche Banken und andere Finanzinstitutionen in aller Welt nach der Weltwirtschaftskrise ihre Regeln und Gesetze geändert hätten. Nun sehen offenbar auch die Cayman Islands die Notwendigkeit zu reagieren.
Bisher galten sie als sicherer Hafen für Steuerflüchtlinge - auf dem fünftgrößten Finanzplatz der Welt sind zum Beispiel rund 40 Prozent aller Hedgefonds angesiedelt. Grund ist vor allem die dort geltende Steuerfreiheit und damit die Möglichkeit, Steuerzahlungen in anderen Ländern zu umgehen.
Cayman Islands mit angeschlagenem Ruf
Nun wollen die Inseln in der Karibik, die zum britischen Königreich gehören, offenbar versuchen, ihren Ruf aufzupolieren. Der wurde etwa zuletzt Ende Dezember vergangenen Jahres angeschlagen, als öffentlich wurde, dass Facebook 440 Millionen Pfund (525 Millionen Euro) auf den Cayman Islands vor europäischen Steuerbehörden versteckt hatte.
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