Die Gefahr einer schweren Finanzkrise in der Euro-Zone ist nach Ansicht der Weltbank weitgehend gebannt. Das Vertrauen der Märkte in Europa habe sich im vergangenen halben Jahr "dramatisch verbessert", weil die Staaten und die Europäische Zentralbank richtige Schritte zur Stützung der Gemeinschaftswährung unternommen hätten, stellte die Organisation in ihrem am Dienstag in Washington veröffentlichten Wirtschaftsausblick fest.
Lage noch "sehr wackelig und unsicher"
Dennoch sei es zu früh für eine echte Entwarnung. Die schwächeren Euro-Staaten liefen bei nachlassendem Reformeifer weiterhin Gefahr, von den Kapitalmärkten abgeschnitten zu werden. Das bleibe ein starkes Abwärtsrisiko für die Weltwirtschaft.
Entgegen der "ermutigenden" Signale von den Märkten sei die tatsächliche globale Konjunktur insgesamt noch "sehr wackelig und unsicher", so Weltbankchef Jim Yong Kim (Bild). Vor allem die anhaltende Schwäche in den Industrienationen "trübt die Aussichten für eine schnelle Verbesserung und eine Rückkehr zu einem stabileren Wachstum". Gefahren gingen auch von den politischen Wirren um dem Schuldenabbau in den USA aus.
Erfreuliche Entwicklungen ab 2014 zu erwarten
Insgesamt werde die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr weltweit um 2,4 Prozent zunehmen, nach 2,3 Prozent in 2012, schätzt das multilaterale Finanzinstitut in seinem neuesten Ausblick. Erst für 2014 und 2015 sehe es mit 3,1 Prozent und 3,3 Prozent besser aus.
Für die Euro-Zone erwartet die Weltbank in diesem Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,1 Prozent. Danach gehe es deutlich aufwärts: 2014 lege das BIP um 0,9 Prozent zu und 2015 um 1,4 Prozent.
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