Die Fälle von Schweinpest in Österreichs Nachbarländern und am Balkan steigen massiv an. Vor allem Transitbundesländer wie Kärnten und die Steiermark sind besonders gefährdet, dass das Virus eingeschleppt wird. Kriseneinsätze werden deshalb bereits geprobt.
Seit vergangenen Herbst steigen die Fallzahlen der Schweinepest in Deutschland, Kroatien, Italien, Ungarn, Polen und der Slowakei. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens im Sommer rüsten sich Kärnten und die Steiermark, die gerne als Transitstrecken genutzt werden, nun für den Ernstfall. Bei einer mehrtägigen Übung der beiden Bundesländer mit Beteiligung von Oberösterreich und Slowenien wurde der Kriseneinsatz geprobt.
Versuch, Seuche so lange wie möglich fernzuhalten
„Unser Ziel ist es, diese Seuche so lange wie möglich von Kärnten und der Steiermark, aber vor allem von unseren Tieren und landwirtschaftlichen Betrieben, fernzuhalten. Unser dringender Appell: Bitte helfen Sie uns dabei!“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber.
Seien Sie sich bewusst, dass jede einzelne Person diese Seuche potenziell in ihr Heimatbundesland einschleppen kann. Das ist derzeit das größte Risiko.
Peter Eckhardt, Veterinärdirektor
Die Einschleppung durch den Menschen stelle laut Veterinärmedizinern nämlich derzeit das größte Risiko dar. Das Virus, das für Menschen zwar ungefährlich, für Haus- und Wildschweine jedoch tödlich ist, kann in Lebensmitteln wie Wurst monatelang ansteckend bleiben. Aber auch über Kleidung, vor allem verunreinigte Schuhe, die im Urlaub getragen wurden, kann die Pest eingeschleppt werden.
Folgen wären dramatisch
„Wird eine Infektion beispielsweise in einem Schweinemastbetrieb festgestellt, bleibt keine andere Möglichkeit, als alle Tiere im Stall zu keulen, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern“, so der Tenor.
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