Ab 2. Mai im Umlauf

Noch sicherer: So sehen neue Fünf-Euro-Scheine aus

Wirtschaft
10.01.2013 19:42
Die Österreicher bezahlen nach wie vor am liebsten in bar: Über 83 Prozent aller Transaktionen im Handel werden mit Bargeld abgewickelt. Um dessen Verwendung noch sicherer zu gestalten, startet ab 2. Mai die neue Euro-Serie mit neuen Fünf-Euro-Banknoten. Diese "Fünfer" sollen durch zusätzliche Sicherheitsmerkmale noch fälschungssicherer sein. Das teilte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Donnerstagnachmittag in einer Pressekonferenz mit.

Die neuen Banknoten sollen nach und nach in Umlauf kommen. Die alten Fünf-Euro-Noten bleiben weiterhin gültig und können unbefristet bei der OeNB umgetauscht werden. Von den Scheinen der ersten Serie unterscheidet sich der Fünfer der neuen "Europa-Serie" laut OeNB vor allem durch eine optimierte Sicherheitsausstattung.

Drei neue Sicherheitsmerkmale wurden in das weiterentwickelte Design inkludiert: ein Porträt-Hologramm, ein Porträt-Wasserzeichen und die Smaragd-Zahl mit Farbwechsel. Das Porträt zeigt die phönizische Königstochter Europa – das Gesicht der neuen Serie.

Die Merkmale seien einerseits für die Bevölkerung noch besser erkennbar, andererseits würden sie die neue Banknote noch fälschungssicherer machen, hieß es bei der Präsentation am Donnerstag.

Leichter Anstieg bei Euro-Blüten in Österreich
In Österreich seien im Jahr 2012 mehr Blüten im Umlauf gewesen als noch im Jahr zuvor, teilte die OeNB mit. Im Verlauf des vergangenen Jahres wurden 6.327 gefälschte Banknoten mit einem Schadenswert von 465.000 Euro sichergestellt. 2011 lag die Schadenssumme noch bei rund 454.000 Euro. "Vor allem die Zahl der gefälschten 50-Euro-Scheine hat zugenommen", sagte Stefan Augustin, Direktor der Hauptabteilung Hauptkasse und Zahlungsverkehr der OeNB. Die Zahl der Blüten mit höherem Geldwert habe hingegen weiter abgenommen.

Europaweit ging die Zahl der Euro-Fälschungen um zwölf Prozent zurück. Die Anzahl der Blüten verringerte sich von 606.000 im Jahr 2011 auf 531.000 im vergangenen Jahr. Der Anteil Österreichs an den gesamten Euro-Fälschungen betrug 2012 1,19 Prozent, im Jahr zuvor lag er noch bei 0,92 Prozent.

Für Kassiere in Banken und Handel sowie interessierte Bürger bietet die OeNB Informationsmaterial und Bargeldschulungen an. Anhand der Prüfschritte "Fühlen - Sehen - Kippen" lernen die Teilnehmer, wie man ohne die Hilfe von technischen Geräten die Echtheit einer Banknote überprüfen kann. "Ab März 2013 inkludiert dieses Service natürlich auch die neue Fünf-Euro-Banknote", so Augustin. Die OeNB verwies auch auf eine Website über die neuen Scheine.

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