Lebensgefährte misshandelte eine Frau (56) im Nordburgenland über Jahre und wollte im Falle ihres Ablebens als Alleinerbe eingesetzt werden. Sie flüchtete aus dem Haus und brachte den Fall auf Anraten einer Bekannten zur Anzeige.
Über Jahre soll ein 65-Jähriger seine Lebensgefährtin im Nordburgenland geschlagen, gestoßen, bedroht und mit Psycho-Spielchen gedemütigt haben. Die blauen Flecken rechtfertigte die 56-Jährige stets mit ihrer eigenen Ungeschicklichkeit – sie sei halt wieder einmal gestürzt.
„Ich weiß, wo die alle wohnen!“
Wenn sie dem Partner vorsichtig mitzuteilen versuchte, dass sie sich an die Familie wenden und alles erzählen würde, soll er gesagt haben: „Trau dich nur! Ich weiß, wo die alle wohnen!“
Getraut hat sich die Frau erst, nachdem er ihr eine Waffe an den Kopf gehalten haben soll und sie zwang, ein von ihm angefertigtes Testament zu unterschreiben, in dem er nach ihrem etwaigen Ableben als Alleinerbe angeführt war. Sie tat’s zwar, tauchte aber bei einer Bekannten unter und ließ sich überzeugen, den Fall zur Anzeige zu bringen.
Angeklagter streitet alles ab
Beim Prozess in Eisenstadt wertete die Richterin sein süffisantes Dauerlächeln auf der Anklagebank keineswegs als mildernd, sie verurteilte den 65-Jährigen wegen fortgesetzter Gewaltausübung zu 15 Monaten bedingt. Und er muss der Ex 5000 Euro überweisen. Nach Rücksprache mit seiner Anwältin Ina-Christin Stiglitz wurde volle Berufung angemeldet.
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