Sie kommen unter anderem aus den USA, Japan, Brasilien, Italien, Deutschland und den Niederlanden: Die ersten elf Professoren der Linzer Digital-Uni stehen fest. Sie haben sich bei Hearings unter 400 Kandidaten durchgesetzt. Bis sie im neu zu bauenden Campus lehren, wird es allerdings noch ein wenig dauern.
Gründungspräsidentin Stefanie Lindstaedt und ihr Team hatten offenbar die Qual der Wahl: Mehr als 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hatten sich für die ausgeschriebenen Professuren an der Interdisciplinary Transformation University (IT:U) beworben. Elf von ihnen haben das Rennen um die Gründungsprofessoren der neuen Linzer Digital-Uni gewonnen.
International und interdisziplinär
Neben Internationalität – es sind aber auch Personen aus Österreich dabei – zeichnen sich die Professoren durch Interdisziplinarität aus, sagt Lindstaedt: „Die wichtigsten Entscheidungskriterien waren die wissenschaftliche Exzellenz an der Schnittstelle zwischen Computer Science und einer anderen wissenschaftlichen Disziplin.“
Schwerpunkt auf Mensch-KI-Interaktion
Alle IT:U-Gründungsprofessoren würden an Schnittstellen zwischen Künstlicher Intelligenz, Network Science, Sensorik sowie Geistes- und Naturwissenschaften forschen – unter anderem an der Frage, wie KI und Big Data die medizinische Forschung beschleunigen können. Einen Schwerpunkt bildet laut Lindstaedt das Thema „Mensch-KI-Interaktion“ – die Erforschung einer möglichst natürlichen Interaktion des Menschen mit KI-Anwendungen durch Sprache oder Gesten.
Minister sieht IT:U-Gründung gerechtfertigt
Bildungsminister Martin Polaschek sieht sich gegenüber Kritikern der Digital-Uni bestätigt: „Die über 400 eingegangenen Bewerbungen auf die ausgeschriebenen Professuren unterstreichen die Attraktivität und die Bedeutung dieser neuen Universität.“
Bis die Gründungsprofessoren im neu zu errichtenden Campus lehren und forschen können, dauert es allerdings noch ein wenig. Ende kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten in Linz-Auhof beginnen, bis 2036 soll der Campus fertig sein.
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