Prinz William hat in seinem ersten vollen Jahr als Erbe des Herzogtums Cornwall, das er mit der Thronbesteigung seines Vaters, König Charles, geerbt hat, einen satten Überschuss erzielt.
Der Jahresbericht des Herzogtums Cornwall für das Finanzjahr 2023-2024 weist einen ausschüttungsfähigen Überschuss von 23,6 Millionen Pfund (rund 28 Millionen Euro) aus, der die Ausgaben von Prinz William (42), Prinzessin Kate (42) und ihren drei Kindern deckt.
Der Prinz von Wales erhält kein traditionelles Einkommen; seine Ausgaben werden hauptsächlich durch das Herzogtum Cornwall gedeckt, ein Vermögen im Wert von über 900 Millionen Euro, das 1337 gegründet wurde, um den Thronfolger finanziell zu unterstützen.
Auch „Crown Estate“ nahm mehr ein
Der Finanzbericht von König Charles und Königin Camilla wurde diese Woche ebenfalls veröffentlicht und brachte erfreuliche Nachrichten für die Royals.
Wie laut der britischen Nachrichtenagentur PA aus dem jährlichen Finanzbericht des Königshauses hervorgeht, steigt der Betrag, der König Charles III. (75) und seiner Familie für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben zusteht, um 45 Millionen auf 130 Millionen Pfund (etwa 155 Millionen Euro).
Hintergrund ist, dass die Einnahmen des sogenannten „Crown Estate“ kräftig gestiegen sind. Dabei handelt es sich um ein Portfolio an Land- und Immobilienbesitz sowie die Rechte an der wirtschaftlichen Nutzung des Festlandsockels um die britische Küste. Aus diesen Einnahmen speist sich der als „Sovereign Grant“ bezeichnete Topf, mit dem die britischen Royals ihre Residenzen im Schuss halten und etwa offizielle Auslandsreisen finanzieren.
Enorme Summe aus Offshore-Windparks
Vor allem der Ausbau von Offshore-Windparks in der Nordsee brachte zuletzt enorme Summen ein. Der Anteil, der für die Royals bestimmt ist, wurde daher kürzlich auf zwölf Prozent gesenkt. Trotzdem steigt der Betrag, den sie zur Verfügung haben.
Das zusätzliche Geld soll vor allem in die seit Jahren laufende Renovierung des Buckingham-Palasts fließen, hieß es vom Königshaus. Bereits auf der Einkaufsliste für dieses Steuerjahr stehen aber auch zwei neue Hubschrauber vom Typ AgustaWestland AW139s, mit denen die Royals zu ihren zahlreichen offiziellen Terminen reisen wollen. Sie sollen zwei in die Jahre gekommene Sikorsky-Helikopter ersetzen.
Krönung um 950.000 Euro
Neben den laufenden Kosten gab es im vergangenen Jahr mehrere größere Posten. Die Krönung etwa kostete den Palast 800.000 Pfund (rund 950.000 Euro) – wobei aber die Kosten für Sicherheit durch die Polizei und Teilnahme des Militärs nicht eingerechnet sind.
Auch Auslandsreisen schlugen zu Buche: Am teuersten kam den britischen Steuerzahlern der Staatsbesuch des Königspaars in Kenia zu stehen. Für Charterflug und sonstige Ausgaben fielen mehr als 166.000 Pfund (knapp 200.000 Euro) an.
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