Auf leisen Pfoten
Brasilien: Katze als tierischer Häfn-Bote
Ausland
06.01.2013 19:39
Dieser Schmuggler kam auf leisen Pfoten: Justizbeamte im brasilianischen Teilstaat Alagoas haben eine mit Fluchtwerkzeug und einem Handy versehene Katze eingefangen, die sich in ein Gefängnis einschleichen wollte. Nun wird nach den Verantwortlichen gesucht. Allerdings stießen die Ermittler bereits auf ein schwerwiegendes, wenn auch wenig verwunderliches, Problem, wie ein Sprecher des Gefängnisses erklärte: "Es ist schwer herauszufinden, wer dies getan hat. Die Katze spricht nämlich nicht."
Der Chef der Gewerkschaft der Strafvollzugsbeamten, Marcelo Avelino, sagte der Zeitung "O Globo", das den Wachleuten vertraute Tier sei diesen plötzlich komisch vorgekommen. Bei näherer Untersuchung habe sich gezeigt, dass sich am Körper der Katze ein mit Klebeband befestigter Beutel befand. Dieser habe unter anderem Feilen und Betonbohrer sowie ein Mobiltelefon mit Akku enthalten.
Einer der Wachmänner des Gefängnisses in Arapiraca erklärte, die Häftlinge hätten die Katze aufgezogen, und ihre Angehörigen würden sie bisweilen nach einem Besuch in der Strafanstalt mit zu sich nach Hause nehmen. Dass es gelingen könnte, eine Katze brisantes Material ins Gefängnis schmuggeln zu lassen, habe er nicht im Traum gedacht.
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