Das Anfang der 1980er-Jahre gegründete Opel-Werk in Wien-Aspern schließt am Freitag endgültig. Der Automobilkonzern Stellantis hatte im Sommer 2023 angekündigt, das ehemalige General-Motors-Werk zu schließen und die Produktion von Sechs-Gang-Schaltgetrieben einzustellen.
Für die 300 betroffenen Beschäftigten wurde ein Sozialplan umgesetzt und ein Jobcenter eingerichtet. Nach dem Ende der Serienproduktion bleiben bis Herbst noch rund 50 Beschäftigte für Abbauarbeiten im Werk.
„Im Jobcenter haben wir Jobangebote von circa 150 Unternehmen und wir konnten circa die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon in neue Jobs vermitteln“, so Stellantis Österreich-Sprecher Christoph Stummvoll.
Zu Spitzenzeiten haben in dem Werk mehr als 2000 Menschen gearbeitet. Im August 2017 wurde Opel Teil der französischen PSA-Gruppe. Im Jänner 2021 fusionierten die Peugeot-Mutter PSA und Fiat-Chrysler zu Stellantis. In den vergangenen Jahren schrumpfte das Werk immer mehr zusammen. Bis 2020 wurden an dem Standort noch Motoren gefertigt. Damals verlor Aspern den letzten Großauftrag von General Motors, der Mitarbeiterstand reduzierte sich weiter. Auch die Coronazeit und Probleme wegen Chipmangels setzten dem Standort zu.
Das hausinterne Jobcenter soll auch nach Ende der Serienproduktion weitergeführt werden, solange, bis alle Arbeiten am Werksstandort abgeschlossen sind.
Unterstützung für Arbeitssuchende
„Somit besteht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin die Möglichkeit, Job-Angebote einzusehen und sich bei den Unternehmen zu bewerben. Stellantis leistet weiterhin jede mögliche Unterstützung, um einen neuen Job zu finden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, in den WAFF einzutreten, um eine Fortbildung zu machen“, sagte Stummvoll.
In den kommenden Monaten sollen die Maschinen und alles, was am Standort vorhanden ist, abgebaut werden.
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