Die AK-Untersuchung zeigt, dass der effektive Jahreszins, also inklusive aller Kosten wie Bearbeitungsgebühr oder Restschuldversicherung, bis zu knapp 22 Prozent ausmachen kann. Im Vergleich dazu kommen die effektiven Jahreszinsen für einen banküblichen Konsumkredit auf 4,7 bis 7,39 Prozent. "Fragen Sie immer nach, wie hoch die gesamten zu zahlenden Kosten sind. Denn wer den Kaufpreis abstottert, zahlt teuer drauf", rät AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic.
Informationen für die Konsumenten fallen mager aus
Die Ratenkauf-Anbieter sind nach dem Geschmack der Tester mit Informationen viel zu geizig: Nur zehn von 17 geben auf ihrer Homepage den effektiven Jahreszins an, und einen Finanzierungsrechner haben nur vier von 17.
"Die Angaben und Zinsberechnungsmethoden der einzelnen Anbieter sind teilweise äußerst verwirrend und für den Konsumenten oft nicht nachvollziehbar", so Zgubic. Einige Anbieter gäben überhaupt Nominalzinsen von null Prozent an - am Ende sähen sich die Konsumenten "aber effektiven Jahreszinsen von bis zu 9,49 Prozent gegenüber".
Gesamtes Arbeitseinkommen gilt als Sicherheit
Wer sich auf ein derartiges Raten-Angebot einlässt, verpfändet sein gesamtes gegenwärtiges und zukünftiges pfändbares Arbeitseinkommen zur Sicherstellung sämtlicher Ansprüche, wird gewarnt. Da es bei Verbraucherkrediten ein Rücktrittsrecht gibt, könnten Konsumenten "auch bei einem Ratenkauf innerhalb von 14 Tagen nach Abschluss des Vertrages ohne Angabe von Gründen zurücktreten", so die AK.
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