Um die steigenden Ökostrom-Mengen einzuspeisen, wird der Netzausbau im Land vorangetrieben. Im Jahr 2026 soll die Leitung dann schließlich in Betrieb gehen.
Starke Netze sind auf dem Weg zur Klimaneutralität ein unumgänglicher Faktor. Bis zum Jahr 2030 will auch das Burgenland klimaneutral bilanzieren und somit seine Vorreiterrolle im Bereich Erneuerbarerer Energien weiter ausbauen.
Wind und Sonne mehr nutzen
Um die Energiequellen Wind und Sonne noch intensiver zu nutzen und zugleich eine stabile Versorgungssicherheit zu gewährleisten, wird daher eine neue 110 kV-Leitung errichtet.
Stark gestiegene Energiepreise und der fortschreitende Klimawandel machen die Nutzung erneuerbarer Ressourcen zum Gebot der Stunde. Die neue Verbindungsleitung wird den Ausbau der grünen Stromerzeugung im Mittelburgenland sicherstellen.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil
Inbetriebnahme im Jahr 2026
Die 42 Kilometer lange Hochspannungsleitung führt vom Umspannwerk Oberpullendorf bis nach Rotenturm, wo sie ins 380-kV-Netz eingebunden wird. Läuft alles nach Plan, geht die Leitung 2026 in Betrieb.
„Damit ermöglichen wir, die Energieunabhängigkeit mit Wind, Photovoltaik, Speicher und Wasserstoff im ganzen Burgenland“, so Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender der Burgenland Energie. Auch im Hinblick auf zunehmende Unwetterereignisse und den Wirtschaftsstandort Mittel- und Südburgenland, sei der Ausbau wichtig, betont Sharma, denn „so können wir die beste Versorgungssicherheit gewährleisten.“
„Lebensader der Energiewende“
Für Reinhard Czerny, Finanzvorstand der Burgenland Energie, ist die neue 110-kV-Leitung eine „Lebensader der Energiewende“. Errichtet wird die neue Mittelburgenlandleitung vom österreichischen Unternehmen EUROPTEN. Dessen Aufsichtsratsvorsitzender Ex-Vizekanzler Hannes Androsch kam zum offiziellen Startschuss für den Neubau nach Holzschlag.
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