Ganze 35 Prozent der Wiener Volksschüler sind also Muslime, Tendenz stark steigend. Und ähnlich ist es in den anderen Städten Österreichs, wobei diese Entwicklung bald die Bevölkerung insgesamt betreffen könnte. Und gleichzeitig diskutiert man im öffentlich-rechtlichen Rundfunk – konkret auf Ö1 –, ob man religiöse Symbole, insbesondere das christliche Kreuz, nicht eigentlich aus dem öffentlichen Raum verbannen müsse. Dieses sei ja eine Zumutung für muslimische Neu-Bürger.
EINERSEITS ist Österreich bekanntlich ein laizistischer Staat, in dem die Trennung von Staat und Religion gilt. ANDERERSEITS scheint sich da eine Entwicklung abzuzeichnen, derzufolge Integration in umgekehrter Richtung laufen soll. Da haben uns offenbar wir, die autochthonen Österreicher, der Kultur und den religiösen Vorstellungen der Zuwanderer zu beugen. Diese sind nämlich im Gegensatz zu uns Taufschein-Christen häufig fundamentalistisch religiös und keineswegs bereit, auf ihre religiösen Sitten und Symbole zu verzichten.
Weder Gipfelkreuz noch Nikolaus
Daher soll nun offenbar das Kreuz aus Schule und Gerichtssaal verbannt werden. Gipfelkreuze auf den Bergen wären ebenfalls eine Beleidigung für Muslime. Und unsere weithin sichtbaren barocken Kirchen, was soll mit ihnen geschehen? Sollen sie so wie der Nikolaus aus den Kindergärten und das Schweinsschnitzel aus den Schulkantinen verschwinden? Es geht nämlich nicht nur um Religion, es geht um unsere Kultur insgesamt.
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