Gleichzeitig prognostiziert die am Freitag in Paris veröffentlichte Studie für die 34 OECD-Länder ein Absinken des Anteils an der industriellen Produktion von 65 auf 43 Prozent.
Im Schnitt rechnet die Studie mit einem weltweiten Wachstum von jährlich drei Prozent. Aufstrebende Volkswirtschaften werden demnach weiterhin sehr viel schneller wachsen als etablierte Industrienationen, bei denen man mit Zuwachsraten des BIP von maximal zwei Prozent rechnet.
Für Österreich rechnet die OECD mit einem durchschnittlichen Wachstum von nur 1,4 Prozent, für Deutschland von 1,1 Prozent. Auf drei Prozent und mehr kommen Indien (5,1 Prozent), Indonesien (4,1 Prozent), China (4,0 Prozent), Saudi Arabien (3,1 Prozent), Mexiko und Südafrika (jeweils 3,0 Prozent).
Deutschland, der wichtigste Handelspartner Österreichs, wird laut Studie in den kommenden 50 Jahren seinen Platz als fünftstärkste Wirtschaftsmacht verlieren und weltweit auf Platz zehn zurückfallen. Innerhalb Europas komme dabei auf Deutschland, Luxemburg und Österreich der größte Verlust an wirtschaftlicher Bedeutung zu.
Alternde Bevölkerung ist ein Hauptfaktor
Als einer der Hauptgründe für den langsamen, aber sicheren Abstieg zahlreicher westlicher Wirtschaftsmächte wird die rasche Bevölkerungsalterung genannt. Im Unterschied dazu strotzen die "jungen" Schwellenländer nur so vor Wirtschaftskraft.
Die Verschiebung des wirtschaftlichen Gewichts in Richtung Niedriglohnländer wird in diesen dazu beitragen, die Lebensstandards zu verbessern. So dürfte sich etwa das Pro-Kopf-Einkommen in den ärmsten Ländern bis 2060 vervierfachen. In China und Indien könnte es dann sogar sieben Mal höher sein als heute. In einem halben Jahrhundert wird die Kluft zwischen den Lebensverhältnissen in aufstrebenden und hochentwickelten Nationen weniger ausgeprägt sein als heute. Zwischen einzelnen Ländern werden allerdings weiterhin klare Unterschiede bestehen.
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