Statt Stress & Streit

Wie Konflikte im Team gut gelöst werden können

Wirtschaft
13.11.2012 12:57
Wenn teils sehr unterschiedliche Menschen im beruflichen Umfeld miteinander auskommen müssen, kann es zu Unstimmigkeiten kommen. Drehen sich diese immer um dieselben Themen und können nicht schnell ausgeräumt werden, hat man es mit einem handfesten Konflikt zu tun. Und der drückt rasch auf persönliches Wohlbefinden und Produktivität.

Wie entsteht der Konflikt?
Die Ursachen von Konflikten können sich auf vielen Ebenen finden. Eine davon ist die Persönlichkeitsebene der Teammitglieder: Wenn die Charaktere nicht zusammenpassen und unterschiedliche Auffassungen zu vielen Themen, Arbeitsweisen etc. vorliegen, kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen, die teils offen ausgetragen werden, teils aber auch verdeckt - und so mobbingartige Formen annehmen. Oft unterstellen einzelne Teammitglieder anderen aber auch nur, durch ihr Verhalten, ihre Werte etc. einen negativen Beitrag zum Team zu leisten, und allein dadurch entsteht der Konflikt. Aber auch das bewusst zum Ausdruck gebrachte Karrierestreben einzelner Kollegen kann zu Konflikten führen.

Eine andere Entstehungsebene ist die strukturell-organisatorische Ebene: Mangelhafte Kommunikationswege, fehlende Informationen, Überschneidungen bei den Aufgabengebieten, Differenzen hinsichtlich Kompetenzen oder zwischen den Hierarchieebenen sind häufige Konflikttreiber. 

Für den einzelnen Mitarbeiter ist es immer unangenehm, Teil eines Konflikts zu sein. Denn es leidet nicht nur die Produktivität des eigenen Arbeitsbereichs, auch persönlich können Konflikte zu einer großen Belastung werden. Das kann sich je nach Veranlagung in übermäßiger Aggression oder Depression und Zurückgezogenheit äußern. Beides schlägt sich früher oder später auch im Gesundheitszustand nieder. 

Was kann man tun?
Kommt es im Team zu einem Konflikt, ist daher die Situation offen anzusprechen und dann gemeinsam Ursachenforschung zu betreiben. Wichtig dabei ist, selbstkritisch seine eigene Rolle und sein Zutun zum Konflikt zu analysieren und die ohnehin schon aufgeheizte Stimmung nicht noch weiter aufzuladen. Ist der Vorgesetzte nicht direkt involviert, kann er die Rolle des Vermittlers einnehmen. Andernfalls sollte eine professionelle Unterstützung eines Mediators hinzugezogen werden. 

Das Team sollte zunächst die Entstehung des Konflikts nachvollziehen und danach konstruktiv miteinander überlegen, wie der Konflikt gelöst werden kann. Manchmal ist es nicht nur ein Schritt, sondern sind es viele kleine Beiträge, die zu einer Lösung führen. Wichtig ist, dass alle Beteiligten an der Verbesserung der Lage ehrlich interessiert sind und ihr Bemühen zeigen. Hast du das Gefühl, man bewegt sich in die falsche Richtung, solltest du dies auch ansprechen. 

Schlussendlich haben viele Konflikte auch etwas Positives, da sie Veränderung und Innovationen hervorbringen können. Man sollte sich daher immer auch darauf konzentrieren, was der Konflikt gerade an Gutem bringen kann.

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