Während viele Promis wie Robert De Niro oder Barbara Streisand den Schuldspruch für Donald Trump öffentlich feiern, liegen bei der Familie des Ex-US-Präsidenten die Nerven zum Teil völlig blank. Sohn Donald Jr. rastete nach dem Urteil regelrecht aus.
In einem Instagram-Filmchen pöbelte der 46-Jährige gegen das Gericht und die Jury. Es sei ein „trauriger Tag für Amerika“, schimpfte Trump Jr., die Demokraten und Präsident Joe Biden hätten die USA endgültig in ein „Drecksloch“ verwandelt.
„Es ist ihnen egal, ob sie unser Land zerstören“
Doch damit war Trump Jr. mit seiner Tirade längst nicht fertig. Denn auch auf X pöbelte er weiter, erklärte, „diese Leute“, also die Anhänger der Demokratischen Partei, würden „alles tun“, um an der Macht zu bleiben. „Es ist ihnen egal, ob sie dabei unser Land zerstören.“
Rückendeckung bekommt Trump Jr. unter anderem von Rechtsaußen-Influencer Mike Cernovich. Dieser verglich den Trump-Prozess gar mit dem Mordanschlag auf John F. Kennedy im Jahr 1963. Trump Jr.s Reaktion: „Das ist zu 100 Prozent richtig.“
Ivanka teilte Kinderbild
Ganz anders reagierte hingegen Trumps Tochter Ivanka, die sich im Gegensatz zu ihren Brüdern nicht im Gericht gezeigt hatte. Die 42-Jährige veröffentlichte auf Instagram ein Kinderfoto, das sie mit Partyhut am Arm ihres Vaters zeigt.
„Ich liebe dich, Papa“, kommentierte Ivanka den alten Schnappschuss und garnierte die Nachricht mit einem Herzchen.
Göttlicher Beistand für Trump?
Auch Trumps jüngerer Sohn Eric ließ sich nach dem Schuldspruch für seinen Vater zu einer – recht skurrilen – Reaktion auf Social Media hinreißen. Denn wie es scheint, hofft der 40-Jährige auf himmlische Mächte, die seinem Vater nach dem Urteil beistehen.
Auf einem zusammengebastelten Bild sieht man nämlich Trump auf der Gerichtsbank, während Jesus hinter ihm steht und ihm seine Hände auf die Schultern legt. Mit der rechten Hand scheint Trump nach dem Gottessohn zu greifen.
Auf X zeigte sich Eric Trump zudem kämpferisch. Denn er scheint sich sicher: „Der 30. Mai 2024 (der Tag des Urteils, Anm.) könnte als der Tag erinnert werden, an dem Donald J. Trump die Präsidentschaftswahl 2024 gewann.“
Trump in 34 Anklagepunkten schuldig gesprochen
Im Prozess um die Verschleierung von Schweigegeld-Zahlungen an eine Pornodarstellerin haben die Geschworenen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in allen 34 Anklagepunkten schuldig gesprochen. Das teilte die Jury am Donnerstag in New York mit.
Es ist das erste Mal in der amerikanischen Geschichte, dass ein Ex-Präsident wegen einer Straftat verurteilt wird. Das Strafmaß wird am 11. Juli verkündet werden.
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