Deutschland und Frankreich versuchen den Eindruck zu vermitteln, dass die Achse, die seinerzeit Kohl und Mitterrand aufgebaut haben, nach wie vor intakt sei. Was nicht ganz stimmt, denn Deutschlands Wirtschaft wankt „dank“ der chaotischen Ampel-Koalition, während Frankreich strategisch den Ton angibt.
Was viele zu der Meinung führt: Was soll’s, kleine Länder haben in dieser EU ohnedies keine Chance. Was noch viel weniger stimmt. Es hängt aber sehr wohl davon ab, wie sich die einzelnen Länder in die Europapolitik einbringen.
In Österreich war die Bevölkerung lange unsicher, ehe beim Beitritt dann mit zwei Drittel Zustimmung ein Spitzenergebnis herauskam. Damit war es um unsere „Europa-Liebe“ aber auch schon geschehen: Gute Entscheidungen reklamierte die jeweilige Regierung für sich, vermeintlich schlechte waren stets „schuld“ von „denen in Brüssel“.
Dass man nicht nur als große Nation erfolgreich in der EU sein kann, beweisen Länder wie Dänemark, Schweden, Finnland oder die Niederlande – da wäre auch Platz für Österreich.
Die EU muss „aufwachen“, etwa wenn es um die dauerhafte Absenkung der Energiekosten geht, sonst wird Europa den hohen sozialen Wohlstand kaum auf Dauer erhalten können. Daneben gibt es noch viele andere Themen: Lösung der Gesundheits- und Pflegekosten, Tempo bei neuen Technologien, Bildungsausbau etc.
„Stoppt den EU-Skandal“ heißt es auf einem Plakat. Wie wäre es stattdessen mit einer konstruktiven Ansage, wie Österreich in der EU mehr Gehör als bisher findet!
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.