Tragödie in Madrid
Vierte Tote nach Massenpanik auf Halloween-Party
Nach vorläufigen Ermittlungen der Polizei war es zu der Tragödie gekommen, als jemand einen Feuerwerkskörper in der Madrid Arena, einer großen Sporthalle im Parkgelände Casa de Campo, gezündet hatte. Dann war Panik ausgebrochen. Fünf Mädchen erlitten im Gedränge einen Herz- und Atemstillstand. Drei von ihnen konnten von den Sanitätern nicht wiederbelebt werden.
Sporthalle "völlig überfüllt"
Mittlerweile erhärtet sich der Verdacht, dass zu viele Menschen in der Halle waren. Die Sporthalle sei wahrscheinlich "völlig überfüllt" gewesen, sagte der dienstälteste Richter in Madrid, Jose Luis Gonzalez Armengol, am Freitag, nachdem er Fotos der Tragödie im Internet gesehen hatte.
Augenzeugen: Nur ein Ausgangstor geöffnet
Augenzeugen hatten zuvor schon berichtet, der Saal sei völlig überfüllt gewesen. Die Veranstalter bestreiten dies vehement und behaupten, es seien weniger als 10.000 Eintrittskarten verkauft worden. Die Madrid Arena sei für maximal 10.600 Menschen ausgelegt.
Allerdings seien Hunderte von jungen Leuten ohne Eintrittskarte in die Halle eingedrungen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf Ermittler. Laut Augenzeugen soll zudem nur eines der Ausgangstore geöffnet gewesen sein.
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