Das Geschäft mit Anleihen und Zinsprodukten will UBS aufgeben, um die Bilanzrisiken zu reduzieren. Das Investmentbanking wird sich in Zukunft auf Aktien, Devisen und Edelmetalle sowie Beratung konzentrieren.
Konzernchef Sergio Ermotti ist überzeugt, dass das Management nur Entwicklungen vorgreife, welche den Rest der Bankenindustrie noch beschäftigen werde. Schon im November 2011 hat Ermotti mit der Verkleinerung der Investmentbank begonnen. Das regulatorische Umfeld sei seitdem noch strenger, aber auch klarer geworden, sagte der Chef der Schweizer Großbank.
Enorme Verluste im dritten Quartal
Der Umbau im Investmentbanking hat Abschreibungen von 3,1 Milliarden Franken zur Folge. Das führt zu einem Konzernverlust von 2,2 Milliarden Franken im dritten Quartal nach einem Gewinn von einer Milliarde ein Jahr zuvor. Auch im vierten Quartal rechnet die Bank mit einem Verlust.
Ohne die Sonderfaktoren hätte der Gewinn in allen Geschäftsbereichen zugenommen, teilte die Bank weiter mit. Das Wealth Management sammelte bei reichen Kunden netto 7,7 Milliarden Franken neues Geld ein.
Unterstützung für Mitarbeiter angekündigt
Konzernchef Ermotti versprach am Dienstag, dass die UBS von der Entlassung betroffene Mitarbeiter unterstützen werde. Insgesamt beschäftigt die Bank derzeit rund 63.750 Personen. Der nun beginnende Abbau werde über drei Jahre laufen.
Die UBS wolle dabei in erster Linie die natürliche Fluktuation ausnützen, um Entlassungen zu vermeiden. Betroffenen werde zudem die Möglichkeit gegeben, eine neue Ausbildung zu machen, um in andere Sparten der Bank wechseln zu können oder extern eine Stelle zu finden, versprach der Konzernchef.
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