So, 24. Juni 2018

Treffen in Havanna

22.10.2012 08:57

Gerüchte widerlegt: Castro bei "ganz klarem Verstand"

Fidel Castro ist am Sonntag in Kubas Hauptstadt Havanna mit einem venezolanischen Politiker zusammengetroffen und damit Spekulationen über seinen angeblich schlechten Gesundheitszustand entgegengetreten. Venezuelas Ex-Vizepräsident Elias Jaua sagte, Castro gehe es "sehr gut". Er habe sich am Samstag fünf Stunden lang mit dem 86-Jährigen über Landwirtschaft, Geschichte und internationale Politik unterhalten. Dabei habe sich gezeigt, dass der Maximo Lider bei "ganz klarem Verstand" sei.

Jaua erklärte, nach dem Treffen habe Castro ihn zu seinem Hotel gebracht. Dort habe der Revolutionsführer mit einem Sombrero als Kopfbedeckung gemeinsam mit Hotelangestellten für Fotos posiert. Jaua, der in Venezuela Mitte Dezember bei der Wahl zum Gouverneur des Bundesstaats Miranda als Kandidat der sozialistischen Regierungspartei von Präsident Hugo Chavez antritt, zeigte den Journalisten unter anderem Fotografien, auf denen ein lächelnder Castro mit seiner Frau und dem Hoteldirektor in einem Fahrzeug zu sehen ist (Bild 2).

2006 Macht an Bruder Raul abgegeben
Zuletzt war Castro vor mehreren Monaten in der Öffentlichkeit gesehen worden. Ende März traf er in Havanna mit Papst Benedikt XVI. und Anfang April mit der chilenischen Studentenführerin Camila Vallejo zusammen. Castro, der fast ein halbes Jahrhundert an der Spitze des karibischen Inselstaats gestanden war, hatte die Macht 2006 aus gesundheitlichen Gründen an seinen jüngeren Bruder Raul abgegeben.

Arzt sprach von "massiver Embolie" bei Castro
In den vergangenen Tagen waren wieder einmal Gerüchte über den schlechten Gesundheitszustand des Maximo Lider im Umlauf gewesen. Vor allem Interview-Äußerungen des venezolanischen Arztes Jose Rafael Marquina sorgten für Gesprächsstoff. Der emigrierte Mediziner hatte am Donnerstag der spanischen Zeitung "ABC" gesagt, Fidel Castro habe eine "massive Embolie" in einer Arterie der rechten Gehirnhälfte erlitten. Staatliche Medien in Venezuela wiederum bezeichneten den Mediziner als "Scharlatan", der auch über den Gesundheitszustand von Präsident Chavez falsche Prognosen gemacht habe.

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