Fr, 21. September 2018

Im 4. Jahr der Krise

18.10.2012 11:49

Konjunktur "nicht so schlimm", Konsum "immerhin stabil"

"Wir sind im vierten Jahr der Krise" - und die Konjunktur ist "nicht so gut wie erhofft, aber auch nicht so schlimm wie befürchtet", sagte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner am Donnerstag. Für heuer erwarte er ein Wachstum "eher bei einem Prozent als bei 0,5 Prozent". Stabilisierend wirke sich der Tourismus aus, wo mit 126 Millionen Nächtigungen ein neuer Rekord erreicht werde. Der Konsum wiederum sei "immerhin stabil", vor allem, wenn das Weihnachtsgeschäft gut laufen sollte.

Laut Mitterlehner schwele die Krise jedoch weiter, ein Rückgang der Wirtschaftsleistung Italiens um sechs Prozent etwa müsse sich da auch in Österreich auswirken. "Nicht so dynamisch" laufe der Export, da müsse Österreich "weg nur von europäischen Märkten". Unternehmen "müssen lernen, mit der Krise zu leben", auch wenn es nicht einfach werde. "Doch wenn wir uns anstrengen, werden wir das durchaus gut bewältigen", so der Minister bei der Eröffnung der "Gewinn"-Messe in Wien.

WK wirbt für konjunkturstimulierende Maßnahmen
Wirtschaftskammer-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser nutzte die Gelegenheit, um für konjunkturstimulierende Maßnahmen wie etwa eine Investitionsprämie zu werben. Eine "wesentliche Basis" für einen Aufschwung sei aber, die durch die Krise bedingte Verunsicherung der Menschen zu beseitigen und die Ausbildung auf die Qualität auszurichten, die von der Wirtschaft verlangt werde.

Kinder mit Deutsch-Problemen auf Arbeitsmarkt vorbereiten
In diese Kerbe schlug auch die Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer, Brigitte Jank. In Wiener Volksschulen hätten 80 Prozent der Kinder Probleme mit der deutschen Sprache, sei es, weil sie Migrationshintergrund haben, oder sei es, weil sie aus bildungsschwachen Familien kommen. Diese Kinder müsse man unterstützen, um ihnen den Start in den Beruf zu ermöglichen. Das seien die Facharbeiter der Zukunft, denn "die Kinder, die in den nächsten Jahren in die Betriebe kommen, kennen wir ja schon".

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