Di, 21. August 2018

Beschwerden lindern

22.10.2012 12:31

So kannst du PMS auf natürlichem Wege behandeln

Wenn du am Prämenstruellen Syndrom (PMS) leidest, kannst du von Stimmungsschwankungen, Spannungsgefühl im Busen, Heißhungerattacken, Krämpfen im Unterbauch oder Antriebslosigkeit wahrscheinlich ein Lied singen. Und obwohl PMS eine anerkannte Krankheit ist, werden betroffene Frauen gerne noch immer als empfindlich oder wehleidig abgestempelt. Lass dich davon aber nicht beirren! Wir verraten dir, wie du PMS auf natürlichem Wege behandeln kannst.

PMS wurde bereits im antiken Griechenland entdeckt, allerdings erst in den 1930er-Jahren als medizinisches Phänomen behandelt und 20 Jahre später als PMS bekannt. Mittlerweile ist erwiesen, dass das Syndrom vor allem bei Frauen über 35 Jahren auftritt, aber auch in Phasen der hormonellen Umstellung – also während der Pubertät oder den Wechseljahren – vermehrt vorkommt.

Schuld an PMS sind die Geschlechtshormone. Sie sind für den weiblichen Zyklus, gleichzeitig aber auch für das seelische Gleichgewicht zuständig. Weil in den ersten drei Wochen des Zyklus der Östrogenspiegel im Körper besonders hoch ist, fühlen sich die meisten Frauen in der Zeit besonders wohl und energiegeladen, haben steigende Lust auf Sex und sind fast immer positiv gestimmt.
Rund 21 Tagen nach der Periode sinkt der Östrogenspiegel abrupt ab, der Körper kommt sozusagen auf Östrogenentzug, und die typischen Beschwerden des Prämenstruellen Syndroms treten auf. Mit Einsetzen der Periode klingen sie schließlich wieder ab.

Vier verschiedene Arten des PMS
PMS-Typ D (von engl. Depression): Die Hauptsymptome sind depressive Verstimmungen, Vergesslichkeit, Schlaflosigkeit und Verwirrtheit.

PMS-Typ A (von engl. anxiety = Angst): Die Hauptsymptome sind ebenfalls depressive Verstimmungen, aber auch Stimmungsschwankungen.

PMS-Typ C (von engl. craving = Gelüste): Hier sind die Hauptsymptome Heißhungerattacken, Kopfschmerzen, Schwindel.

PMS-Typ H (von engl. hyperhydration = Wasserüberschuss): Bei diesem Typ leiden Frauen vor allem unter Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, Spannungsschmerzen in der Brust.

Mit Mood-Food gegen das Stimmungstief
Bei PMS-bedingten Verstimmungen gibt es ein Zauberwort: Mood-Food. Deine Ernährung kann sich nämlich durchaus auf dein seelisches Befinden, deine Stimmungen und Gefühle auswirken. Eine gesunde, abwechslungsreiche sowie vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung mit Fisch, Kohlenhydrate, wenig Fett und Eiweiß ist somit der beste Garant für eine dauerhaft gute Stimmung! Vor allem auf eines solltest du während der PMS achten: die Serotoninkonzentration im Gehirn zu erhöhen. Erhält das Gehirn nämlich genügend vom "Glückshormon", so vermittelt es dir Entspannung, Gelassenheit und Harmonie und dämpft gleichzeitig eine Reihe negativer Gemütszustände wie Aggressivität, Angst, Kummer und Depression.

Bei Früchten, Pasta, Kartoffeln, Reis und Vollkornprodukten darfst du in den Tagen vor deiner Periode also gerne zulangen. Sollte dich der Heißhunger auf Süßes überfallen, greif aber lieber zur Bitterschokolade als zur Vollmilchschokolade. Auch Bananen und getrocknete Datteln sorgen für gute Laune. Lachs, Fleisch und Nüsse sind außerdem gut für deine Psyche, Sojaprodukte, Schalentiere und Geflügel fördern deine Motivation, wenn du dich antriebslos fühlst.

Mit Pflanzenkraft gegen die Beschwerden
Aber nicht nur mit den Nahrungsmitteln, sondern auch mit Heilkräutern kannst du Beschwerden vor deiner Periode in den Griff bekommen. Mönchspfeffer bzw. Keuchlammfrüchte beispielsweise lindern Spannungsgefühle in den Brüsten, der Wurzelstock der Traubensilberkerze gilt als eine der wirksamsten Heilwurzeln bei zahlreichen Frauenleiden. Krampflösend sind die Wirkstoffe der chinesischen Engelswurz, die daher auch als "Ginseng für Frauen" bezeichnet wird, aber auch die Angelikawurzel wirkt schmerzlindernd, leicht antidepressiv und entkrampfend. Aber auch heimische Heilpflanzen wie Johanniskraut, Frauenmantel und Scharfgarbe kommen beim PMS zum Einsatz.

Entspannung und Bewegung
Auch Sport und Entspannung können dabei helfen, PMS leichter zu ertragen. Autogenes Training, Yoga oder Akupunktur sowie Akupressur können Beschwerden lindern und die Stimmung heben. Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren oder Joggen baut Stress ab, macht ausgeglichen und führt zur Ausschüttung von Glückshormonen.

Mehr Infos zum PMS sowie viele weitere hilfreiche Tipps, die Beschwerden des PMS zu lindern, findest du in Dr. Andrea Flemmers Ratgeber "Das Prämenstruelle Syndrom (PMS) natürlich behandeln" (schlütersche).

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