Per Livestream gezeigt

US-Freeclimber bezwingt Wolkenkratzer in Taipeh

Ausland
25.01.2026 07:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Freeclimber Alex Honnold (40) ist in rund eineinhalb Stunden ohne jegliche Absicherung auf den 508 Meter hohen Taipeh 101 in Taiwans Hauptstadt geklettert. Damit hat er sich den Traum von einer Wolkenkratzer-Besteigung erfüllt. Die lebensgefährliche Aktion wurde live via Netflix gestreamt – was für massive Kritik gesorgt hatte.

„Ich bin total gehypt, unglaublich!“, sagte Honnold, nachdem er es schließlich geschafft hatte. Auf der Gebäudespitze schoss der Extremsportler zunächst ein Selfie. Danach winkte er der jubelnden Menge am Boden zu.

Kletterversuch verschoben
Wegen Regens war ein erster Kletterversuch Samstagfrüh in Taipeh abgesagt und auf Sonntag verschoben worden. Sie seien auf die Gnade der Natur angewiesen, betonte der Starkletterer, der in den Tagen vorher mit Seil am Taipeh 101 geübt hatte. Rund zweieinhalb Monate bereitete sich Honnold speziell auf den Wolkenkratzer vor.

Der Taipeh 101 (links im Bild) wurde im Jahr 2004 im Rahmen der Eröffnung bereits von dem ...
Der Taipeh 101 (links im Bild) wurde im Jahr 2004 im Rahmen der Eröffnung bereits von dem Franzosen Alain Robert erklommen – allerdings abgesichert mit einem Seil. Alex Hannold verzichtete auf jegliche Sicherung und riskierte live vor der Kamera sein Leben.(Bild: Manjik photography)

Der verheiratete Vater von zwei kleinen Kindern wurde während des Aufstiegs immer wieder von Schaulustigen hinter den Fensterscheiben der Büroetagen fotografiert und lautstark angefeuert. Davon ließ er sich jedoch nicht beirren: Es sei cool, die Erfahrung mit all den Leuten zu teilen, sagte er.

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Wenn du fällst, stirbst du. Ich bin mittlerweile an die Angst gewöhnt. Sie klettert immer mit.

Alex Hannold

Lob, aber auch Kritik
Vor der Aktion hatten Medienwissenschaftler die geplante Liveübertragung massiv kritisiert. „Menschen dabei zuzusehen, wie sie sich in eine Todesrisiko-Situation begeben, halte ich persönlich für ethisch nicht vertretbar“, sagte etwa der deutsche Medien- und Sportwissenschaftler Thomas Horky dem Schweizer Rundfunksender SRF. Taiwans Präsident Lai Ching-te zeigte sich hingegen begeistert und beglückwünschte Hannold per Facebook zu seinem Erfolg.

Millionen für Kletterer
Für die Aktion soll Honnold von Netflix einen mittleren sechsstelligen Dollar-Betrag ausgezahlt bekommen, wie die „New York Times“ unter Berufung auf anonyme Quellen berichtete. Er selbst sagte der US-Tageszeitung lediglich, dass es sich zwar um einen „peinlich hohen Betrag“ handeln würde, er den Wolkenkratzer aber auch umsonst besteigen würde.

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