Die politisch interessierten Österreicher können dieser Tage einen merkwürdigen Vorgang auf der politisch-medialen Bühne mitverfolgen: Da wird just im lachsfarbenen Leitmedium der heimischen linksliberalen Intelligenzija in einem ganzseitigen Artikel gegen die juvenile Spitzenkandidatin der Grünen für die Wahl zum Europäischen Parlament vom Leder gezogen. Lena Schilling, die laut grüner Wahlwerbung für ein „Europa mit Herz“ stehe, habe im persönlichen Umgang eine Reihe von Mitstreitern schwer insultiert, Affären mit prominenten Journalisten erfunden und sei insgesamt als Mensch höchst problematisch.
EINERSEITS stellt sich da natürlich die Frage, was ausgerechnet jenes Medium, das gewöhnlich eher als Jubel-Postille für die linke Reichshälfte im Lande fungiert, dazu bewegt, ausgerechnet die grüne Zukunftshoffnung vom Sockel zu holen. Womit ja Wahlhilfe für die politischen Gegner der Grünen betrieben wird.
ANDERERSEITS sollten eigentlich derlei Vorwürfe, die im Wesentlichen das Privatleben der Kandidatin betreffen, nicht an die Öffentlichkeit gezerrt und diffamierend gegen sie verwendet werden!
Stattdessen gäbe es ja genug inhaltliche und tatsächlich politische Argumente, die man gegen die grüne EU-Spitzenkandidatin ins Treffen führen kann: keine Lebenserfahrung, kein Beruf, keine politische Reife, schlichtweg die Tatsache, dass EU-Abgeordneter kein Job für Praktikanten ist.
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