Ein 74-Jähriger wurde in Oberösterreich von einem bis jetzt unbekannten Motorradfahrer gestreift, als er diesen abbremsen wollte, weil er viel zu schnell unterwegs war. Online bekam der verletzte Senior aber auch noch viel Kritik für seine Aktion ab.
Auf krone.at gab es bis Montagmittag 130 Kommentare zu unserem Bericht über Josef Untermair (74) aus Hofkirchen im Traunkreis und seine Tätersuche. Der Pensionist war am 4. April von einem bisher unbekannten Biker gestreift worden, als er diesem vom Straßenrand aus winkte.
Denn der Motorradfahrer war laut Untermair auf der Strecke vor seiner Siedlung deutlich zu schnell unterwegs gewesen. Der Pensionist wurde verletzt, setzte nun 3000 € für Hinweise auf den fahrerflüchtigen Biker aus. Bislang ohne Resultat.
„Selbst ernannten Straßen-Sheriffs“
Und online erntete der Senior für seine Aktion wenig Unterstützung, aber viel Schelte – neudeutsch auch „Shitstorm“ genannt. „Wenn er das bei jedem Motorradfahrer macht, liegt er nicht im Spital, sondern am Friedhof“, meinte ein Leser. Ein anderer schrieb: „Ist es nicht Amtsanmaßung und ein Eingriff in den Straßenverkehr, wenn ich einen anderen Verkehrsteilnehmer hindern möchte, seine Geschwindigkeit frei zu wählen?“ Und ein Dritter meinte gar: „Diese selbst ernannten Straßen Sheriffs, die sich auch sonst sehr wahrscheinlich überall wichtigmachen, kann ich sowieso nicht leiden.“
Den Vogel punkto Zynismus schoss allerdings jener Poster ab, der frech schrieb: „Wo ist das genau? Eine Sternfahrt mit Motorrädern dorthin müsste sich doch leicht organisieren lassen.“
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