Kaum etwas ist im Arbeitsleben allerdings verpönter als ein Nickerchen zur Mittagszeit. Allerdings haben schon zahlreiche Studien gezeigt, dass die Leistungsfähigkeit bei Menschen, die zu Mittag 20 Minuten schlafen, am Nachmittag stark ansteigt. Länger zu schlummern ist jedoch kontraproduktiv, da der Körper auf Tiefschlaf umstellt.
Müde Menschen machen mehr Fehler
Von den exakt 8.760 Stunden im Jahr verbringt der Mensch rund ein Drittel im Bett. Immerhin aber schon um rund zwei Stunden weniger als noch zur Wende des 19. zum 20. Jahrhundert, schilderte der Grazer Neurologe und Schlafmediziner Manfred Walzl. Zudem klage jeder dritte Österreicher über Schlafstörungen: "Arbeitsplatzmüdigkeit und erhöhte Fehlerquoten sind die Folge", so Walzl. Für ihn steht fest: "Es ist ein Fehler zu glauben, dass man Müdigkeit mit etwas anderem als Schlaf bekämpfen kann".
In einer eigenen Studie gemeinsam mit 20 Mitarbeitern einer Bank will er nun die bisherige Studienergebnisse überprüfen. "Ich denke, wenn wir nach der Studie die geballten Fakten auf dem Tisch liegen, werden wir in den Betrieben offene Türen vorfinden", zeigte sich Walzl schon im Vorhinein überzeugt. In "zwei bis drei Monaten" will Walzl die Tests abgeschlossen haben.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.