Man kann nicht oft genug daran erinnern und jenen, die auf Verhandlungsbereitschaft (von der Ukraine) drängen, ins Stammbuch schreiben: „Verhandlungen jetzt, wo der Ukraine die Munition ausgeht? Lächerlich!“, hatte Putin in seinem großen TV-Auftritt vor der Präsidentenwahl bramabarsiert.
Tatsächlich ist die Devise „Waffenstopp für den Frieden“ an Lächerlichkeit nicht zu übertreffen. Durch Zeichen der Schwäche steigt erst recht der Appetit Putins auf die Ukraine.
Die bevorstehende Sommeroffensive hat nur ein Problem: Russlands Armee kann Landgebiete erobern, aber nicht die großen Städte. Das ergäbe Straßen- und Partisanenkämpfe, wie schon das Scheitern des Blitzkriegs gegen Kiew zeigte.
„Widerstandswillen brechen“
Was ist die übliche russische Alternative? Brutales Zerstören, Entvölkern (mit Vertreibung bis nach Österreich), Triumph über leere Ruinen (wie schon in Mariupol, Aleppo, Grosnij).
Siehe das aktuelle Raketenbombardement auf Charkiw. Ironie am Rande: Diese zweitgrößte Stadt der Ukraine nur 40 Kilometer vor der russischen Grenze war unter Stalin bis 1934 die Hauptstadt der Sowjetukraine gewesen.
Die Zerstörungsstrategie wird ganz offen im russischen Staats-TV angesprochen. Da schwurbelt ein Diskutant in der wichtigsten Politsendung über die demoralisierende Auswirkung durch die Zerstörung von Charkiw. So würde der Widerstandswille der Ukraine gebrochen ...
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