Gegner aus Naturschutz

Jagdgesetz in Kritik: „Keine Gefahr durch Luchse!“

Salzburg
12.04.2024 09:00

Sollen künftig auch Luchse verfrüht zum Abschuss freigegeben werden? Naturschutzvertreter wettern gegen den Entwurf für die Novelle des Salzburger Jagdgesetzes und bereiten gerade eine Eingabe vor. 

Neben dem Wolf wird hier auch der Umgang mit Luchsen geregelt: Die Novelle des Jagdgesetzes sieht Möglichkeiten eines präventiven Abschusses ohne Riss vor. „Das ist reine Stimmungsmache. Man schafft ein Unwohlsein in der Bevölkerung“, wettert Winfried Herbst vom Naturschutzbund.

Aber wieviele Luchse gibt es überhaupt? Die Population wird in Österreich auf rund 40 Tiere geschätzt. Im bayrisch-salzburgerischen Grenzraum kam es vor ein paar Jahren zu einem illegalen Abschuss. In einzelnen Gebieten vom Salzkammergut bis in die Steiermark gibt es Wiederansiedlungsideen.

Luchse „extrem scheu“
Herbst hält die Abschuss-Regelung für überschießend: Von Europas größter Katze gehe für Menschen keine Gefahr aus. „Luchse sind extrem scheu“, so Herbst. Selbst Luchsmamas würden ihre Jungen gegenüber Menschen nicht verteidigen. Von Landes-Vize Marlene Svazek (FPÖ) heißt es, dass die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie den Luchs zusätzlich schütze. Es handle sich um eine „rein präventive Maßnahme“.

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