13.08.2012 12:35 |

Iran überholt

Der Irak ist bereits zweitgrößter OPEC-Ölproduzent

Der Irak ist zum zweitgrößten Ölproduzenten in der OPEC, der Organisation erdölexportierender Staaten, aufgestiegen. Mit 3,2 Millionen Barrel täglich liege der Irak zwar weit hinter Saudi-Arabien, aber mittlerweile vor Ländern wie dem Iran, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait, sagte der für Energie zuständige irakische Vize-Regierungschef Hussein Shahristani am Montag.

Während der Iran wegen seines umstrittenen Atomprogramms mit internationalen Sanktionen belegt ist, versucht der Irak seine Ölexporte, die primäre Einnahmequelle des Staates, zu steigern. Zuletzt hatte die OPEC die irakische Ölproduktion mit knapp 3,1 Millionen Barrel (ein Barrel entspricht 159 Litern) pro Tag angegeben, die des Iran mit 2,8 Millionen. Damit steigerte Bagdad seine Produktion im Vergleich zum Vorjahr um 400.000 Barrel pro Tag, die Teherans sank um 700.000 Barrel pro Tag.

Nach wie vor mit Abstand größter Ölproduzent der OPEC ist Saudi-Arabien, das zuletzt im Juli täglich knapp zehn Millionen Barrel des schwarzen Goldes aus dem Wüstenboden zapfte. Damit liegt das Königreich etwa gleichauf mit Russland, das nicht Mitglied des Kartells ist. Saudi-Arabien verfügt jedoch über höhere Förderkapazitäten.

Ölverbrauch steigt weiter
Laut einer OPEC-Prognose wird der weltweite Ölverbrauch auch im nächsten Jahr steigen. Allerdings werde die Dynamik der Nachfrageentwicklung wegen der schleppenden Konjunktur etwas abgeschwächt, teilte die Organisation in ihrem aktuellen Ölmarkt-Bericht mit. 2013 werde der tägliche Verbrauch voraussichtlich bei durchschnittlich 89,5 Millionen Barrel liegen. Das sind 0,9 Prozent mehr als in diesem Jahr.

Für das laufende Jahr rechnet das Ölkartell mit einer Nachfrage, die um ein Prozent höher liegt als 2010. Die Weltwirtschaft setze ihre verhaltene Erholung fort, doch die Aussichten seien weiterhin unsicher, schreibt die OPEC. In den Industriestaaten gebe es noch keine wirkliche Dynamik, während das Wachstum in den Schwellenländern weiterhin stark von den Exporten abhängig bleibe.

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