Das idyllische Skigebiet Unterberg in Pernitz-Muggendorf in Niederösterreich war etwas Besonders. Denn es setzte mit seinen 16 Pistenkilometer, den vier Liften und dem „Zauberteppich“ für Anfänger komplett auf Naturschnee. Und genau der fehlt seit Jahren. Beschneiung gab es keine.
Auf der Webseite des Naturschneeparadieses im Bezirk Wiener Neustadt heißt es: „Die letzte Schneeflocke ist gefallen! Endgültiges Aus für das Skigebiet Unterberg“. Bereits in den vergangenen Jahren war trotz Schneefalls nie genug vorhanden, um einen Skibetrieb zu starten, geschweige denn aufrechtzuerhalten. Und somit wurde nun endgültig die Entscheidung für das Aus getroffen: „Wir haben es uns nicht leicht gemacht. Uns schmerzt es wahrscheinlich am meisten“, sagt Betreiber Erich Panzenböck.
Weniger Schnee und höhere Energiepreise
Aber wer einen Betrieb privatwirtschaftlich führt, muss auch so denken. Zumal es keine Zuwendungen für den Skibetrieb gab. Panzenböck rettete gemeinsam mit seinem Bruder Klaus und einem Dritten das Skigebiet 2014 vor dem Aus, das schon damals im Raum stand.
„Wir sind auf diesem Berg aufgewachsen“, so der Pernitzer, der auch geschäftsführender Gemeinderat ist. Den Unterberg bezeichnet er als seinen „Herzensberg“. Und deshalb betrieb man das Skiangebot auch mit viel Eigenregie und mit noch mehr Herzblut. Allerdings seien in diesen zwölf Jahren der Schnee immer weniger geworden und die Energiepreise immer weiter gestiegen.
Konzept für weitere Nutzung folgt
Nun wird geschaut, wie es weitergehen kann. Eines ist klar, Betrieb wird es keinen mehr geben. Die Liftanlagen werden rückgebaut und auch der Busbetrieb wird eingestellt. „Über die zukünftige Nutzung des Unterberges für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer wird an einem Konzept gearbeitet. Details dazu werden in den kommenden Wochen über die offizielle Website des Skigebietes bekannt gegeben“, heißt es online.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.