Terror in Ägypten
Kampfflugzeuge gegen Islamisten – 20 Tote am Sinai
Mehrere Kontrollpunkte des Militärs und der Polizei in Al-Arish, der Hauptstadt der Provinz Nord-Sinai, waren beinahe zeitgleich aus vorbeifahrenden Autos mit automatischen Waffen beschossen worden, wie ägyptische Sicherheitskräfte mitteilten. Ebenso sei eine von der Armee kontrollierte Fabrik beschossen worden. Es habe mehrere Verletzte gegeben, auch unter Zivilisten.
Die Sicherheitskräfte erwiderten das Feuer, die Angreifer ergriffen die Flucht, berichteten Augenzeugen in ägyptischen Medien. Das Militär nahm umgehend die Verfolgung auf - mit Lufteinheiten übte man schließlich Vergeltung.
Blutiger Anschlag am Sonntag
Erst am Sonntag hatten Bewaffnete auf der Halbinsel Sinai 16 ägyptische Soldaten in der Nähe des palästinensischen Gazastreifens getötet. Anschließend waren mehrere Angreifer mit einem erbeuteten gepanzerten Fahrzeug nach Israel eingedrungen, wo sie vom israelischen Militär getötet wurden.
Der islamistische Staatspräsident Mohammed Mursi blieb am Dienstag dem Staatsbegräbnis der getöteten ägyptischen Soldaten fern - aus Sicherheitsgründen, wie es hieß. Ministerpräsident Hisham Kandil wurde von einem aufgebrachten Mob an der Teilnahme gehindert.
USA: "Mehr Zusammenarbeit bei Terrorabwehr"
Die USA kündigten unterdessen eine engere Zusammenarbeit mit Kairo in Sachen Terrorabwehr an. US-Außenministerin Hillary Clinton sicherte Premier Kandil am Dienstag Unterstützung für die Bemühungen der ägyptischen Regierung zu, die Sicherheitslage in der Region zu verbessern. Gewaltsamer Extremismus stelle eine Gefahr für Ägypten, die Nachbarn Ägyptens und auch für Amerikaner dar, sagte US-Außenamtssprecher Patrick Ventrell. Die USA seien zudem der Sicherheit Israels verpflichtet.
Seit dem Sturz des Machthabers Hosni Mubarak im vorigen Jahr klagt Israel über laxe ägyptische Sicherheitsvorkehrungen auf der seit dem Friedensvertrag entmilitarisierten Sinai-Halbinsel. Dort hat die Aktivität von islamistischen Gruppen seit dem Beginn des Volksaufstands im Jänner 2011 zugenommen.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.