In den ersten Monaten 2024 mussten bereits 90 Firmen zusperren. Mit einem Plus von 84 Prozent bei den Unternehmensinsolvenzen verzeichnet das Burgenland österreichweit den höchsten Anstieg.
Die Hochrechnung des Kreditschutzverbands 1870 (KSV) zeichnet für das Jahr 2024 ein düsteres Bild. „Aus heutiger Sicht ist zu erwarten, dass sich der deutliche Anstieg der Insolvenzeröffnungen im Burgenland fortsetzen wird. Im Rahmen einer sukzessiven Erhöhung der Insolvenzzahlen wären das Ende des Jahres rund 300 Firmenpleiten“, sagt Brigitte Dostal, Leiterin der KSV Insolvenz für Wien, Niederösterreich und das Burgenland.
Parallel zu den 90 Firmenpleiten in den ersten Monaten des Jahres sind die geschätzten Verbindlichkeiten auf rund 12 Millionen Euro deutlich angewachsen, das entspricht einem Plus von 50 % zum Vorjahr.
Höhere Energiepreise, weniger Aufträge
Die Ursachen für die steigenden Insolvenzzahlen liegen nach Einschätzung des KSV vor allem darin, dass die Betriebe nach wie vor mit zahlreichen Herausforderungen in Form von hohen Energiepreisen sowie sinkender Auftragslage und schrumpfender Kaufkraft konfrontiert sind. „Der Druck auf die Unternehmen wächst zunehmend“, so Dostal.
Ein drastischer Zuwachs von fast 212 % ist auch bei jenen Insolvenzen festzustellen, die mangels kostendeckenden Vermögens abgewiesen wurden. Dabei handelt es sich überwiegend um Firmen, die gänzlich vermögenslos sind und nicht einmal die Kosten von 4000 Euro für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens abdecken können.
Bauwirtschaft auf Platz 1
Wie im Vorjahr, treten die häufigsten Insolvenzfälle (14) in der Bauwirtschaft auf. Einen hohen Anstieg weisen auch der Handelsbereich und die Transportbranche mit je 10 Pleiten im ersten Quartal 2024 auf.
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