Rache für totes Kind

Uni-Professor plante Massaker an US-Schule

Ausland
01.08.2012 17:46
Einen Monat lang hatte eine Serie von Brandstiftungen die Ermittler im kalifornischen Orange County beschäftigt. Als Feuerteufel entpuppte sich laut US-Medien jetzt ein Universitätsprofessor. Mit seiner Festnahme dürfte die Polizei allerdings ein noch viel schlimmeres Verbrechen verhindert haben. Denn wie sich im Zuge der Ermittlungen herausstellte, wollte der Mann offenbar ein Blutbad anrichten, um den Tod seines Sohnes zu rächen.

Rainer Klaus R. - laut US-Berichten in Hamburg promoviert - machte demnach die Schulleitung für den Selbstmord seines Sohnes vor vier Monaten verantwortlich. Mitschüler sollen den 14-Jährigen gehänselt haben, während Lehrer und Direktor tatenlos zusahen.

Das erste Feuer soll R. am 4. Juli auf dem Gelände der University High School in Irvine gelegt haben. Darauf folgten vier weitere Brandstiftungen. Einmal brannte ein Plastiksessel, ein anderes Mal Büsche und Bücher. Zuletzt legte der Professor, der an der University of California unterrichtete, ein Feuer im Garten des stellvertretenden Schulleiters. Kurz darauf wurde der Verdächtige verhaftet, kam jedoch gegen Kaution wieder auf freien Fuß.

Massaker-Pläne brachten ihn hinter Gitter
Drei Tage später entdeckten Ermittler allerdings E-Mails, die R. an seine Frau und an sich selbst gesandt hatte, in denen er seinen Rachefeldzug detailliert darstellte. Darin beschreibe er, dass er die Highschool niederbrennen wolle, sexuelle Übergriffe plane, Waffen kaufen und anschließend ein Blutbad anrichten wolle, heißt es.

Sowohl Lehrer als auch Schüler sollten demnach für den Tod seines Sohnes büßen. Nach der Tat wollte sich R. laut seinen E-Mails selbst erschießen. Nun sitzt er in Haft, am 8. August wird er vor Gericht gestellt.

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