Dass ihre Einschulungsfahrt derart turbulent wird, hätte Adina Residović sicher nicht gedacht. Die gebürtige Bosnierin verhinderte durch ihr schnelles Eingreifen eine Tragödie.
Es war der 13. Februar, als Adina mit ihrem 61-jährigen Kollegen mit einem Streckenlinien-Bus auf der Pischeldorferstraße in Klagenfurt unterwegs war.
Die gelernte Köchin hatte letzten September den Busführerschein gemacht und sich damit ihren Traum verwirklicht. Ein paar Tage später trat sie ihre neue Arbeitsstelle bei Postbus Kärnten an und begleitete zu Einschulungszwecken der Streckenlinien ihre neuen Kollegen bei den Fahrten.
„Katastrophe verhindert!“
Dass ihr 61-jähriger Kollege an diesem Tag - noch während er am Steuer saß - einen Herzinfarkt erleiden würde, damit konnte niemand rechnen. Ohne zu zögern, schritt die frisch gebackene Busfahrerin aber ein und brachte den Bus, der mit ungebremster Geschwindigkeit weiter gefahren war, schließlich zum Stehen. „Dadurch konnte sie vermutlich eine Katastrophe verhindern. Niemand wurde verletzt!“, heißt es seitens der Stadt Klagenfurt.
„Adina Residović hat in der richtigen Zeit das Richtige getan. Sie hat umgehend und ohne zu zögern reagiert. Es ist wichtig, solche Menschen vor den Vorhang zu holen und diese Zivilcourage dementsprechend hervorzuheben“, so Bürgermeister Christian Scheider. Für ihr Engagement erhielt Residović die Dank- und Anerkennungsurkunde der Landeshauptstadt Klagenfurt.
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