"Ich wäre nicht hier, wenn ich nicht glauben würde, dass es möglich ist", so Koren nach seiner Bestellung am Dienstagabend vor Journalisten. "Sonst hätte ich mich nicht zur Verfügung gestellt." Es werde zweifellos harte Einschnitte geben. Die will Koren aber erst nach seinem Amtsantritt öffentlich erläutern.
"Es werden keine leichten Zeiten für die Bank und deren Verantwortliche kommen", kündigte Koren an. Er sprach weiters von einer substanziellen Unterstützung der Republik und der Konstruktion eines völlig neuen Modells, dem Verbundmodell. Für alle Beteiligten bedeute dies große Lernarbeit.
"Fusionen oder Verkäufe kein Thema"
Zu schon öfter gewälzten strategischen Überlegungen, die ÖVAG nach dem Abbau der größten Probleme mit der BAWAG zu fusionieren, will sich Koren - bis voriges Jahr Vorstand der BAWAG PSK - nicht äußern.
Ob von der ÖVAG tatsächlich etwas übrig bleiben wird, das zu verkaufen oder zu fusionieren ist? "Es wird sicher was überbleiben von der ÖVAG, aber die Frage nach Fusionen oder Verkäufen stellt sich momentan nicht", so Koren. Jetzt sei keine Zeit für Planspiele in der Zukunft. Jetzt seien einmal die Probleme abzuarbeiten.
"Staatshilfen-Nachschlag nicht auszuschließen"
Ziel sei es, dass die Republik - also der Steuerzahler - von der Beteiligung an der Bank so viel wie möglich zurückerhalte. Ausschließen kann Koren freilich nicht, dass bis zum Ende des bisherigen Restrukturierungsprogramms ("Plan: 2017") nochmals ein Nachschlag an Staatshilfe nötig wird. "Das kann mit Gewissheit niemand ausschließen." Restrukturierungen kosteten oft mehr als angenommen. Das hätten nationale wie internationale Beispiele schon gezeigt.
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