Gefunden wurde das versteinerte Exemplar der Schildkröte von Wissenschaftlern des Smithsonian Tropical Research Institute in der La-Puenta-Grube der El-Cerrejón-Steinkohle-Mine, dem mit insgesamt 69.000 Hektar größten Steinkohle-Tagebau der Welt. Dort waren 2009 auch Wirbel der ausgestorbenen Riesenschlange Titanoboa entdeckt worden, die es auf eine Gesamtlänge von etwa 13 Metern und ein Gewicht von über einer Tonne gebracht haben dürfte.
Als Beutetier zu groß
Die Wissenschaftler nehmen an, dass die ungewöhnliche Form des Panzers der Schildkröte mit der Nachbarschaft zur Titanoboa zusammenhängt: Dank des Durchmessers des Panzers war die Schildkröte als Beute vermutlich zu groß für die Schlange. Der leicht gewölbte Panzer dürfte das Reptil zudem warm gehalten haben und so die Aktivität des kaltblütigen Tiers gesteigert haben, mutmaßen die Forscher.
Die bis dato in der Cerrejón-Mine gefundenen Überreste von Reptilien sind alle verhältnismäßig groß. Erst im Mai haben Paläontologen der North Carolina State University in Raleigh dort die fossilen Überreste einer Schildkröte entdeckt, deren Panzer die Größe eines Smart-Autos hatte (Bericht in der Infobox).
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