Ländle-Rodler Jonas Müller zieht einen Schlussstrich unter seine beeindruckende Karriere. Weltmeister- und Europameistertitel feierte der Bludenzer, zudem zuletzt bei den Olympischen Spielen in Cortina zwei Silbermedaillen. Jetzt wird sich der 28-Jährige erst einmal auf ganz andere Sachen konzentrieren.
Mit Jonas Müller verlässt ein großer Rodler die Bühne, der Bludenzer, der in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen in Cortina noch die Silbermedaillen im Einsitzer und im Teambewerb gewonnen hatte, erklärte seinen Rücktritt vom professionellen Rodelsport. „Erstmals in Betracht gezogen hatte ich ein Karriereende schon 2022. Aber ich habe damals gedacht, das muss ich noch bis 2026 durchziehen, sonst ärgert es mich“, erinnert sich der 28-Jährige. Sein großer Erfolg von Cortina war nun aber definitiv sein letzter. „Die Motivation ist nicht mehr so hoch“, gesteht Müller, „darum ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um einen Schlussstrich unter meine Karriere zu ziehen.“
Und diese Karriere war beeindruckend. 2019 kürte sich der Ländle-Athlet in Winterberg (D) zum Weltmeister im Einsitzer Sprint. In Sotschi (Rus) holte er sich bei der WM 2020 die Silbermedaille im Einsitzer. Sein erfolgreichstes Jahr feierte er 2023 in Oberhof (D), mit einem Weltmeistertitel im Einsitzer sowie Silber im Einsitzer Sprint und in der Teamstaffel. In Innsbruck durfte Müller 2024 seinen ersten Europameistertitel im Einsitzer auf heimischem Boden feiern, außerdem Gold mit dem Team. Im vergangenen Jahr ließ er seine zweite Goldene im Einsitzer bei einer EM in Winterberg folgen.
„Ich bin einfach nur extrem dankbar. Meine Familie, Freunde, Verbände und Funktionäre, alle, die mich in all den Jahren unterstützt haben. Mein Bruder, der immer direkt dabei war. Es waren so viele Leute, die daran beteiligt waren“, sagt Müller.
Golf mit Steu
Der Sport selbst wird ihm nicht so sehr fehlen, meint er. Aber: „Die ganzen anderen Rodler, die zu guten Freunden geworden sind. Jetzt werde ich mir die WM eben als Zuschauer anschauen.“ In den nächsten Wochen wird Müller entspannen, auch bei seiner Freundin in Amerika. „Außerdem beim Golfen mit Thomas Steu“, lacht er. Und Rodeln? „Mit dem professionellen Teil habe ich definitiv abgeschlossen. Aber das heißt nicht, dass ich gar nicht mehr in den Eiskanal gehen werde“, schmunzelt Müller, „in irgendeiner Form werde ich dem Sport sicher erhalten bleiben, auch wenn jetzt noch nichts geplant ist.“
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