Regen- und Schneemangel der letzten Monate ließen den Wasserstand beliebter Badeseen rund um Wiener Neustadt wieder kräftig sinken. Noch ist der Tiefststand von 2023 nicht erreicht, aber das könnte bald der Fall sein.
Die Trockenheit setzt den Badeseen im Raum Wiener Neustadt derzeit wieder massiv zu. Besonders der Föhrensee und der Achtersee kämpfen momentan mit sinkenden Wasserständen, die direkt von der Entwicklung des Grundwassers abhängen. Ein paar vereinzelte Badegäste tummeln sich zwar gelegentlich im glasklaren Wasser, aber so richtig einladend ist vor allem das staubtrockene, teilweise verwahrloste Ufer dann doch nicht.
Besonders dramatisch war die Lage im Frühjahr 2023, als die Seen den niedrigsten Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen erreichten. Der Föhrensee hatte damals stellenweise nur mehr eine Tiefe von einem Meter. Das regenreichere Jahr 2024 brachte zwar eine leichte Entspannung, doch die Situation bleibt heikel.
In manchen Regionen um 40 Prozent weniger Regen
„Derzeit liegt der Grundwasserspiegel noch drei Meter über dem historischen Tiefststand“, sagt Martin Angelmaier, Leiter der Gruppe Wasser des Landes NÖ. „Jedoch schon deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt“. Und: „In manchen Regionen Niederösterreichs gab es zuletzt bis zu 40 Prozent weniger Niederschlag als üblich“, weiß Angelmaier.
Wenn kein Regen nachkommt, sinkt der Grundwasserspiegel pro Tag um einen Zentimeter. Aber eine verlässliche Prognose ist derzeit keine möglich.

Martin Angelmaier, Leiter der Gruppe Wasser des Landes NÖ
Bild: Attila Molnar
Vor allem im Industrieviertel gehen die Grundwasserstände derzeit wieder deutlich zurück. Hauptgrund dafür sind die trockenen Monate und die geringe Schneemenge im Winter im Rax- und Schneeberggebiet, die normalerweise verlässlich für Nachschub im Grundwasser sorgen. Sollte es in den kommenden Monaten nicht ausreichend regnen, ist mit einem weiteren Rückgang der Wasserstände zu rechnen.
Ob sich die Seen wieder erholen können, wird nun vor allem vom Wetter im Sommer und Herbst abhängen, und von den Schneefällen im kommenden Winter.
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