Weitere Sparmaßnahmen würden nur dazu führen, "dass sich der Teufelskreis der Rezession fortsetzt", meinte Stournaras weiter. Der Minister betonte aber auch, Griechenland könne nicht die Bedingungen des Sparprogramms mit den internationalen Kreditgebern neu verhandeln wollen, ohne zugleich mit der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen zur Haushaltssanierung zu beginnen.
Am Sonntagmorgen wollte sich Stournaras deshalb erneut mit den Vertretern der Gläubiger-Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds zusammensetzen.
Fünftes Jahr in Folge in der Rezession
Das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland hatte sich im Gegenzug für internationale Finanzhilfen zu umfangreichen Reformen und Sparmaßnahmen verpflichtet. Die griechische Wirtschaft befindet sich das fünfte Jahr in Folge in der Rezession. Die Regierung befürchtet, dass die Wirtschaft 2012 um sechs bis sieben Prozent anstatt der zuvor erwarteten 4,5 Prozent schrumpfen könnte.
Bis zum 20. August ist Athen nach Informationen der Tageszeitung "Ethnos" auf die Auszahlung einer weiteren Tranche in Höhe von 31,5 Milliarden Euro aus dem internationalen Hilfspaket angewiesen.
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