Ein Südburgenländer brach „aus einer Notlage heraus“ in ein Firmengebäude ein und stahl 2343 Euro. Der siebenfach vorbestrafte Mann, der unter einem nicht operablen Tumor im Kopf leidet, muss im Gefängnis bleiben. Seine Komplizin kam mit einer bedingten Strafe davon.
Es sei kein Cent mehr da gewesen für alkoholische Getränke und Zigaretten. Und fürs Essen. „Da hab ich zu ihr gesagt: Jetzt fahren wir Geld holen“, so der Erstangeklagte am Landesgericht Eisenstadt. Die unbescholtene Rumänin, die als Beruf Gesellschaftsdame angibt, setzte sich eine blonde Perücke auf und stieg ins Auto. „Das ist nicht außergewöhnlich, das haben wir daheim öfter gemacht.“
Und dann standen sie vor der Firma im Südburgenland, wo der 53-Jährige in der Woche davor Holz gekauft und im Büro eine Geldkassette gesehen hatte. „Die wollte ich haben.“ Er schlug die Scheibe ein, der Alarm ging los, die 39-Jährige lief zum Auto. „Ich war so betrunken, dass ich gar nicht mitbekommen habe, was er da macht.“
Fünf Stunden Schwerarbeit
Daheim angekommen, wurde vom Mann die Kassette geöffnet. 43 Euro in Münzen! Also retour zum Betrieb, um den Tresor aus der Wand zu reißen. „Das hat fünf Stunden gedauert. Ich fand eine Flasche Schnaps, die hab ich leer getrunken.“
Den Tresor trug der Mann ins Auto, zu Hause entnahm er 2300 Euro und entsorgte ihn in einem Bach. Sie sagt: „Ich weiß davon nichts und habe nie Geld bekommen.“
„Ich bin zu 100 Prozent schuldig“
Zu den in Summe erbeuteten 2343 Euro gesellen sich rund 9000 Euro für Sachschäden und Reparaturarbeiten, die der Betrieb vor Gericht geltend macht. „Ich bin zu 100 Prozent schuldig und werde alles gut machen“, sagt der seit 1995 siebenfach Vorbestrafte, bei dem nach der letzten Haftentlassung 2017 ein nicht operabler Kopftumor diagnostiziert wurde.
Die 21 Monate Haft, davon 7 unbedingt, akzeptiert der Einbrecher. Die Frau kommt mit 6 Monaten bedingt davon.
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