Magere 0,7 Prozent

Einkommen in Österreich steigen heuer kaum

Wirtschaft
05.07.2005 15:57
Die optimistischsten Prognosen für den Anstieg der Realeinkommen lagen bei bis zu 2,5 Prozent. Doch das ist Schnee von gestern: Am Montag hat die Regierung den so genannten Wirtschaftsbericht 2005 präsentiert, der für Ernüchterung sorgt. Demnach steigen die Nettolöhne heuer nur marginal, die Bruttlöhne sinken sogar.

Eine Negativ-Meldung jagt die nächste. Erst in der Vorwoche mussten die Experten von IHS und WIFO verkünden, dass Österreichs Wirtschaft im Jahr 2005 doch nur um rund 1,8 Prozentpunkte wachsen wird anstatt der zu einem früheren Zeitpunkt prognostizierten 2,3 Prozent.

Nettolöhne: geringes Wachstum
Am Montag hat Bundeskanzler Schüssel mit seinen zuständigen Ministern Grasser und Bartenstein noch einmal nachgelegt, als er am Nachmittag den "Wirtschaftsbericht 2005" vorstellte. Demnach wird das Realeinkommen der Österreicher (netto und pro Kopf) nicht stärker wachsen als im Vorjahr. Also nur um magere 0,7 Prozent. Gehofft hatte man nach Schätzungen aus dem Vorjahr auf stolze 2,5 Prozent.

Bruttolöhne: Rückgang
Noch schlimmer ist es bei den Bruttolöhnen, die sogar um 0,2 Prozent fallen werden. Auch hier war ein Anstieg (1,1 Prozent) prophezeit worden...

Die Inflation ist schuld
Verantwortlich dafür ist in erster Linie die Inflation, die vor allem von den angestiegenen (und nach wie vor steigenden Preisen für Energie) in die Höhe getrieben wird. Dadurch werden Lohnzuwächse wieder ausgeglichen.

Wie viel die Österreicher (im Moment noch) verdienen, kannst du rechts in der Infobox nachlesen. 

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