Mit Taschenrechner durch den Supermarkt: Lebensmittelhändler standen im Landtag ob der Preiserhöhungen in der Kritik, die Tiroler VP schließt weitere Maßnahmen nicht aus.
Gießkanne nein, zielgerichtete Hilfen ja: Diesen Ansatz verfolgte die schwarz-rote Landesregierung bei ihren bisherigen Teuerungshilfen. 56 Millionen Euro seien im Vorjahr ausbezahlt worden - „zur Entlastung beim Wohnen, in der Mindestsicherung und Delogierungsprävention, Hilfe bei Mietrückständen und Betriebskosten, ein soziales Schulticket und Zuschüsse für Strom, Heizen und andere Lebenshaltungskosten“, zeigte SPÖ-Klubchefin Elisabeth Fleischanderl am Donnerstag im Landtag auf.
Bei vielen sind die Konten bereits jetzt leer. Und diese gehören Menschen, die 45 Jahre gearbeitet haben.
LA Patrick Haslwanter (FPÖ)
900 Euro für 4-Personen-Haushalt
Ein konkretes Beispiel nannte LH Anton Mattle: „Einem Haushalt mit vier Personen und einem Netto-Einkommen von bis zu 2600 Euro stehen 900 Euro Tirol-Zuschuss zu.“ 60.000 Haushalte hätten diesen bekommen. Dennoch: „Einige Familien müssen mit dem Taschenrechner durch den Supermarkt gehen“, sagte Neos-LA Birgit Obermüller. Und FP-LA Patrick Haslwanter: „Bei vielen sind die Konten bereits jetzt leer. Und diese gehören Menschen, die 45 Jahre gearbeitet haben.“
Kritik an „Förderdschungel“
Themenstarterin LA Andrea Haselwanter-Schneider (Liste Fritz) kritisierte den „Förderdschungel“ und verlangte einen Sozialtarif bei Strom und Gas. VP-Klubchef Jakob Wolf zeigte sich über neue Anti-Teuerungs-Maßnahmen gesprächsbereit. Er sparte nicht mit Kritik an stark gestiegenen Lebensmittelpreisen und sprach sich hier für „Normen in zentralen Bereichen“ aus.
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